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26. 05. 2012
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UNICEF wehrt sich gegen Kritik nach Rücktritt von Heide Simonis


04.02.2008 23:00 von:


Einen Missbrauch von Geldern habe es nicht gegeben, wohl aber „bürokratische Schwächen“, erklärte UNICEF-Sprecher Rudi Tarneden heute gegenüber der Presse. Allerdings habe man Schwächen, wie zum Beispiel die fehlende doppelte Unterzeichnung von Verträgen oder andere Verstöße gegen interne Regeln habe man jedoch von Anfang an eingeräumt, hieß es dazu weiter. Auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hatte bereits vor Monatsfrist entsprechende Nachlässigkeiten festgestellt, ohne den konkreten Vorwurf der Geldverschwendung bestätigt zu haben. Das von der KPMG benutzte Wort „Unregelmäßigkeit“ entspringe jedoch der Fachsprache der Wirtschaftsprüfer und sei zu hart, argumentieren die UNICEF-Verantwortlichen.

Simonis sieht sich in ihrer Kritik bestätigt


Nachdem der Vorstand des Kinderhilfswerkes auf einer Sondersitzung am vergangenen Samstag in Frankfurt am Main dem umstrittenen Geschäftsführer Dietrich Garlichs erneut das Vertrauen aussprach, trat die ehemalige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein zurück. Sie wollen den Weg für einen Neuanfang machen, gab aber auch zu verstehen, dass die Verstöße gegen die selbst aufgestellten Regeln der Organisation unverzichtbar seien. Nur so lassen sich Abläufe nachvollziehen, so Simonis in ihrer Stellungnahme weiter. Die UNICEF wollte am heutigen Montag dies nicht kommentieren. Mutmaßungen der Bild-Zeitung, Simonis wäre zum Rücktritt gedrängt worden, wollte man von offizieller Seite aus nicht bestätigen.

  Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt auch weiterhin gegen den UNICEF-Geschäftsführer Dietrich Garlichs wegen des Anfangsverdachts der Untreue. Der am Samstag mit der Aufsicht des Kinderhilfswerks betraute Übergangsvorsitzende Reinhard Schlagintweit stellte sich hinter seinen Geschäftsführer. So habe man vielleicht manches falsch eingeschätzt, jedoch „nichts Unrechtes“ getan, erklärte Schlagintweit gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Den Vorwurf der Geldverschwendung und Untreue bezeichnete der neue Vorsitzende als falsch.

Aktualisierung: 5.2.2008, 20:15 Uhr

Am Dienstagabend meldete die Nachrichtenagentur dpa, dass UNICEF-Geschäftsführer Garlichs erstmals Fehler eingeräumt habe. Einem entsprechenden Bericht zufolge soll es sich dabei Garlichs' Aussagen zufolge um "Schlampereien" gehandelt haben, die man nun abstellen wolle. Zugleich kündigte die Führung des Kinderhilfswerks für den morgigen Mittwoch eine Pressekonferenz an, auf der man erläutern will, wie solche Ungereimtheiten zukünftig vermieden werden soll. Inzwischen hat sich sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Auseinandersetzung eingebracht. Sie forderte die Verantwortlichen dazu auf, die Vorwürfe schnell zu klären. Einige prominente Unterstützer, unter ihnen Sabine Christiansen, sind unterdessen auf Distanz zum Kinderhilfswerk gegangen. Auch unter den ehrenamtlichen Helfern gibt es jüngsten Presseberichten zufolge Unruhe.







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