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26. 05. 2012
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Verdacht auf Datenmissbrauch bei der Sparkasse KölnBonn


01.07.2009 16:30 von:

Schlagwörter: Köln,Sparkasse,KölnBonn,Datenmissbrauch,Kundendaten,Vorstandsprotokolle,Unterneh

Nach Recherchen der Redaktion Lokalzeit des Westdeutschen Rundfunks (WDR) gab es offenbar auch bei der Sparkasse Köln/Bonn einen Missbrauch von Daten. Wie die Sendung Lokalzeit am heutigen Mittwochabend ab 19:30 Uhr berichten wird, sollen sensible Vertriebsdaten auf 25 Festplatten bei Unternehmensberater Frank-Peter Stockmann in Reutlingen lagern. Auf der Hardware sollen sich demnach interne Daten zu Mitarbeitern und Kunden sowie Protokolle von Vorstands- und Verwaltungsratssitzungen befinden, berichtet der WDR weiter. Das Unternehmen aus dem Südwesten der Republik soll bis Anfang dieses Jahres mit der Optimierung des Vertriebssystems im Kreditinstitut beauftragt worden sein. Nach Angaben des Unternehmensberaters seien ihm vonseiten des Kreditinstituts nicht anonymisierte Daten zur Verfügung gestellt worden. Auch eine sonst übliche Vertraulichkeitserklärung will der Dienstleister nicht unterschrieben haben, ebenso wenig wie einen offiziellen schriftlichen Auftrag, berichtete die Pressestelle des WDR im Vorfeld der Sendung.

Die Sparkasse Köln/Bonn ließ die Vorwürfe über einen Rechtsanwalt dementieren. Ein Vertragsverhältnis habe es sehr wohl gegeben, die geltenden Datenschutzrichtlinien seien Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Geldinstituts. Die Sparkasse prüft nach Angaben des Rechtsanwaltes nun rechtliche Schritte gegen den Unternehmensberater, ließ das Kreditinstitut über einen Rechtsanwalt mitteilen. Die Beauftragung habe telefonisch und per E-Mail stattgefunden. Der Datenschutz sei im Rahmen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen gewährleistet, argumentierte das Kreditinstitut. Unterdessen kündigte der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte weitere Untersuchungen und möglicherweise sogar die Einleitung eines Verfahrens an. In Düsseldorf zeigte man sich über die Vorgänge überrascht. Einen Vorfall wie diesen habe es bislang im Bankenwesen noch nicht gegeben, berichtete der WDR abschließend. Wie der WDR weiter berichtete, habe das Kreditinstitut dem Unternehmensberater Ende April dieses Jahres eine entsprechende Vertraulichkeitserklärung zugesendet.







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