26. 05. 2012
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100 Jahre Kalk: Eine grandiose Ausstellung im Bezirksrathaus
Am 20. Oktober dieses Jahres war das Kalker Bezirksrathaus gut gefüllt. An diesem Abend fand im Foyer des städtischen Gebäudes an der Kalker Hauptstraße die feierliche Eröffnung einer Bilderausstellung zu 100 Jahren Stadtgeschichte in Kalk statt. Neben Bezirskbürgermeister Markus Thiele (SPD) waren auch Vertreter der Kooperationspartner GAG Immobilien AG und des Kölner Internetdienstleisters Abrakus GmbH, Betreiber der Internetseite Bilderbuch Köln, anwesend. Vor genau 100 Jahren wurden die damals unabhängigen Gemeinden Kalk und Vingst eingemeindet, nachdem sich dort bereits zuvor im Zuge der Industrialisierung zahlreiche Industriebetriebe angesiedelt haben. Das schnelle Wachstum jener Zeit machte innerhalb von nur einer Generation aus einem ländlich geprägten Dorf eine Vorstadt mit Fabriken und Arbeitersiedlungen. Durch die Eingemeindungen startete die damalige Reichsstadt Köln zugleich ihren Aufstieg zur größten Metropole im Rheinland. Zwischen 1871, dem Jahr der Reichsgründung, und dem Beginn des Ersten Weltkriegs, stieg die Einwohnerzahl Köln nicht zuletzt dank der vier Eingemeindungsrunden von 129.000 auf damals rund 635.000 Einwohner.
Auch in Kalk selbst war der Aufstieg rasant. Zählte die Gemeinde im Jahr 1831 gerade 63 Einwohner waren es kurz nach dem Ersten Weltkrieg bereits 27.700. Die Wohnbebauung entlang der Kalker Hauptstraße musste schnell auf die Seitenstraßen ausgedehnt werden. Im Jahr 1894 wurde dann der erste Bebauungsplan aufgestellt. Mit der Einrichtung einer preußischen Kaserne wuchs der Stadtteil auch nach Norden hin. Die Eythstraße hatte kurz vor der Jahrhundertwende hier ihren Ursprung. Mit vielen Fotoaufnahmen aus den Beständen des Amtes für Denkmalschutz zeichnen die Initiatoren einen interessanten Kontrast zur heutigen Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Stadtzeil zunächst als industriell geprägter Stadtteil zu den Gewinnern. Der Stadtteil entwickelte sich zur rechtsrheinischen Einkaufsmeile. Im Zuge des beginnenden Strukturwandel in den 1970er Jahren war es jedoch mit der Herrlichkeit vorbei. Erst in den vergangenen Jahren wurden mit einigen Neubauprojekten wieder nachhaltig an der Standortqualität gearbeitet. Die Kalk-Arcaden und das benachbarten Polizeipräsidium sowie die nun anstehenden Bauprojekte entlang der Bahnlinien sollen den Stadtteil auch städtebaulich wieder an die Stadt heranführen. Mitaussteller GAG, mit mehr als 40.000 Wohnungen größte Wohnungsgesellschaft in der Stadt, trägt hierzu auch einen Anteil bei. Mit dem Wohnprojekt Kalk-Nord setzt der stadtnahe Wohnungskonzern ein weiteres Zeichen für den Stadtteil.
Die Fotoausstellung dauert noch bis zum 30. November dieses Jahres an. Die Ausstellung ist kostenfrei, die Öffnungszeiten sind von 7:30 bis 18:30 Uhr. Die dort gezeigten historischen Fotomotive finden Sie auch in der Datenbank des Kölner Anbieters Abracus unter: www.bilderbuch-koeln.de.


























