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21. 10. 2014
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200 Gäste bei der Infoveranstaltung zur Frankfurter Straße


20.03.2011 04:58 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Mülheim,2011,März,Informationsveranstaltung,Frankfurter Straße,Streitb

Am vergangenen Mittwoch fand in der Aula des Genoveva-Gymnasiums im Kölner Stadtteil Mülheim eine Informationsveranstaltung zur zukünftigen Gestaltung der Frankfurter Straße statt. Etwa 200 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadt und hörten sich die derzeitigen Planungen der Stadtverwaltung zum bevorstehenden Umbau und der Neugestaltung der Frankfurter Straße zu einer "Flaniermeile" an. Der Umbau betrifft den Abschnitt zwischen dem Wiener Platz und dem Bahnhof Mülheim. Die Stadt kam dabei mit namhaften Aufgebot zur Veranstaltung. Neben dem Kölner Stadtoberhaupt Jürgen Roters nahmen auch der zuständige Stadtentwicklungsdezernent Bernd Streitberger sowie Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs auf dem Podium Platz. "Dies zeigt deutlich, wie hoch das Interesse der Bürger ist, sich an der Planung in ihrem Veedel zu beteiligen", erklärte Roters nach der Veranstaltung.

Wegen der Bedeutung der Frankfurter Straße für den Verkehr müssten bei der geplanten Umgestaltung die Interessen sämtlicher Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gleichermaßen Beachtung finden. Es muss wieder Spaß machen, auf der Frankfurter Straße einkaufen zu gehen", , erklärte Roters. Einen direkten Einfluss auf den Besatz mit Einzelhändler habe die Stadt aber nicht. Konkret bedeutet das: Die Stadt kann die Ansiedlung weiterer Spielhallen nicht immer verhindern. Stattdessen setzen die Kölner Stadtplaner auf Qualitätsverbesserung und hoffen auf die dadurch erzeugten Effekte. Erfahrungen aus anderen Stadtteilen zeigen, "dass mit steigender Qualität der Straße sich auch das Angebot steigert", so die Position der Planer. Hoffnung setze man zudem auf das Einzelhandels- und Zentrenkonzept.

Die Planungen sehen eine generelle Fahrbahnbreite von neun Metern für die Frankfurter Straße zwischen Wiener Platz und Bahnhof Mülheim. Fußgängerfurten sollen entstehen, der Radweg in die Fahrbahn integriert werden, wie der Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, Klaus Harzendorf, erläuterte. Geplant ist ein Schutzstreifen von jeweils 1,75 Meter Breite inklusive Sicherheitsstreifen. Die neun Meter breite Fahrbahn lässt auch zu, dass dort notwendige Linksabbiegespuren untergebracht werden, was ebenfalls Teil der Planung ist. Die bestehenden Ampeln sollen auf vier Anlagen reduziert werden. Neben der Ampel am Wiener Platz für die Fußgängerinnen und Fußgänger und an der Kreuzung Montanusstraße werden künftig nur noch die Einmündungen Graf-Adolf-Straße/Wiesbadener Straße und Merkerhofstraße/Rhodiusstraße eine Ampelanlage haben. Die alleenartigen Baumpflanzungen auf beiden Seiten erhöhen die Aufenthaltsqualität auf den Gehwegen. Neben den "klassischen" Gehwegen soll es auch zwei Meter breite "Multifunktionszonen" geben, die variabel genutzt werden. So können beispielsweise Flächen im Sommer für Außengastronomie und im Winter als Stellplätze zur Verfügung stehen. Auch der Bahnhofsvorplatz in Mülheim soll entrümpelt und neu sortiert werden. Dazu gehört auch eine Neuordnung der Parkplätze für Pkw und Fahrräder, wie Dr. Markus Kilian vom Architekturbüro v-architekten.

Intensive Diskussion im Anschluss

In der anschließenden Diskussion überwog das Lob für das Bemühen etwas zu verändern. Viele Anwohner äußerten sich kritisch zur bisherigen Entwicklung auf der Einkaufsmeile Frankfurter Straße und teilten die Hoffnung, dass eine städtebauliche Aufwertung auch die negative Entwicklung auf der Mülheimer Hauptstraße aufhalten könne. Kritisch sahen die Anwohner hingegen die Planungen der Stadt, Beiträge von den Anliegern einziehen zu wollen. Baudezernent Bernd Streitberger wies in diesem Zusammenhang noch einmal grundsätzlich darauf hin, dass nach § 8 des Kommunalabgabengesetzes NRW die Stadt Köln verpflichtet ist, für die Sanierung der Straßen sogenannte Straßenbaubeiträge zu erheben. Die Zuschüsse aus dem Strukturprogramm Mülheim 2020 verringerten dabei ausschließlich den städtischen Kostenanteil, nicht aber den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil der Anlieger, führte der Beigeordnete aus. Kritisch sahen die Anlieger auch den derzeitigen Branchenmix auf der Frankfurter Straße. Bereits in den relevanten Ausschüssen des Stadtrates hatte die Stadtverwaltung bereits in der Vergangenheit eingeräumt, dass sich dort gleich mehrere Spielhallen angesiedelt haben.

Weitere Informationen zum Strukturförderprogramm finden sie auch im Internet unter: www.stadt-koeln.de.







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