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25. 07. 2014
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Bäderlandschaft ist Thema in drei Stadtbezirken


16.07.2011 23:18 von:

Schlagwörter: Köln,Kölnbäder,Bäderschließung,Weiden,Rodenkirchen,Nippes,Bäderkonzept,Infoveran

Die Umgestaltung der Bäderlandschaft in Köln ist zwar nicht vom Stadtrat beschlossen, dennoch scheint es angesichts der vorgestellten finanziellen Details beschlossene Sache. Zwei Bäder in Köln sollen zum Beginn des neuen Schulhalbjahres Anfang 2012 schließen, das in Weiden und das Gruppenbad Nippes. Allerdings ist der Beschluss, die (vom Stadtrat entsandten) Aufsichtsräte auf die Umsetzung des Bäderzielplans bis zum Jahr 2015 festzulegen, erst für die Ratssitzung am 13. Oktober vorgesehen. Sämtliche Fachausschüsse hatten das Thema in einer ersten Beratungsrunde ohne Votum an die nachfolgenden Gremien verwiesen, die drei betroffenen Bezirksvertretungen hatten das Thema zurückgestellt. Nun will die Stadtverwaltung in den Bezirken die neuen Planungen vorstellen und gleichzeitig für die Umsetzung werben. In Nippes und Weiden gibt es allerdings Widerstände gegen die Schließungen der Stadtteilbäder.

Gute Gründe für eine Schließung

Bereits Mitte Mai hatte die Sportdezernentin und die Stadtwerke-Tochter das Bäderkonzept in seinen Grundzügen vorgestellt. Nach internen Gesprächen und Abstimmungen mit den Kölner Schwimmvereine und dem Stadtsportbund sollen die Bäder in Weiden und Nippes schließen. Die dort bisher verfügbaren Schwimmzeiten sollen auf das renovierte und ausgebaute Stadionbad in Müngersdorf (für Weiden) und das neuerrichtete Stadion an der Lentstraße (für Nippes) sowie die Schwimmzeiten für einen Verein auf das Chorweilerbad (privater Betreiber) umverteilt werden. Rodenkirchen soll als Teilgruppenbad erhalten und bis Ende 2014 saniert werden. Hauptgrund für die Zielplanung sind die Kosten, die für eine notwendige Sanierung und Aufwertung der beiden betroffenen Bäder in Weiden und Nippes aufzubringen sind. Kölnbäder-Chef Berthold Schmidt berichtete über kontinuierlich sinkende Besucherzahlen in den weniger attraktiven Bädern. Das gelte für Rodenkirchen und Weiden. Allerdings liegt das Teilgruppenbad Rodenkirchen in einem stark wachsenden Stadtbezirk und lässt sich durch das relativ größere Einzugsgebiet finanziell darstellen, so das Argument der Verantwortlichen. Das Nippeser Bad ist schon heute als Gruppenbad ausgewiesen. Das bedeutet, dass lediglich Schulen und Vereine das Bad benutzen.

In drei Informationsveranstaltungen wollen die Verantwortlichen nun sowohl in den Bezirksvertretungen, als auch unter den Betroffenen für die Umsetzung werben. Unlängst hatten Initiativen in Weiden und Nippes auf ihre Befürchtungen aufmerksam gemacht, dass die Bäderlandschaft durch diese Konzentration zu einem Abbau von Schwimm- und Besuchszeiten führen wird. Im Fall Nippes hat die Stadtverwaltung dazu zusätzliche Transportkosten für die betroffenen Schulen im Einzugsgebiet des Nippes-Bades einkalkuliert und selbst das lässt sich finanziell darstellen, wie die Verantwortlichen bereits Mitte Mai darlegten. Durch die unmittelbare Kommunikation soll das Badkonzept nun nochmals in die Fläche hinein kommuniziert werden. So sollen die noch vorhandenen Bedenken und Befürchtungen zerstreut und auf die Vorzüge des neuen Konzeptes aufmerksam gemacht werden. Die Stadtwerke-Tochter Kölnbäder investiert alleine in Müngersdorf und an der Lentstraße jeweils zweistellige Millionenbeträge in Aus-, Um- und Neubau. Durch die Schließung der beiden Bäder spart Kölnbäder allerdings rund 1,5 Millionen Euro an laufenden Kosten, so das gewichtigste Argument der Verantwortlichen.

Den Anfang macht die Infoveranstaltung im Bezirksrathaus Lindenthal am 19. Juli dieses Jahres, zwischen 17 und 18:30 Uhr. Am Tag danach findet in der Aula der Edith-Stein-Realschule am Niehler Kirchweg der nächste Infoabend statt (18 bis 19:30 Uhr). Am 21. Juli folgt zur gleichen Zeit der Stadtbezirk Rodenkirchen. Veranstaltungsort ist das örtliche Bezirksrathaus.







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