26. 05. 2012
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Bastion am Volksgarten soll in neuem Glanz erstrahlen
Am heutigen Mittwochmittag hatten die Verantwortlichen der Kölner Grün Stiftung in den Volksgarten zum Fototermin geladen. Mit finanzieller Unterstützung der Kölner Grün Stiftung, die rund die Hälfte der Gesamtkosten an der Sanierungsmaßnahme trägt, soll ein markanter Teil des historischen Volksgartens wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden. Einige Arbeiten sind bereits abgeschlossen worden, so unter anderem der Rückschnitt des völlig zugewucherten Ufers vor dem zur Bastion veredelten Felsvorsprung an dem Weiher in der Mitte des stadtnahen Parkgeländes. Auch sonst haben die Mitarbeiter des Grünflächenamtes bereits ganze Arbeit geleistet. Doch für das angedachte Investitionsvolumen von 60.000 Euro soll noch mehr geschehen. So kündigte die Sprecherin der Stiftung, Beatrice Bülter, an, dass auch die Radwege neu saniert und insgesamt 82 Meter Zaun abgebaut, saniert und wieder errichtet werden sollen.
Die Kölner Grün Stiftung, die eigener Aussage zufolge selbst mit rund 30.000 Euro rund die Hälfte der Gesamtkosten trägt, ist wiederum selbst unterstützt worden. Die Bürgergesellschaft von 1863 hatte selbst Spenden für die Sanierung des Volksgarten und seiner innerstädtischen Grünflächen gesammelt. Innerhalb kurzer Zeit kamen so 7000 Euro zusammen, die in den Finanzierungsanteil der Stiftung geflossen sind. Die restlichen 30.000 Euro stammen aus Mitteln des Kölner Grünflächenamtes sowie des Amtes für Wirtschaftsförderung, wie die Verantwortlichen am heutigen Mittwoch bei frühlingshafter Witterung und strahlendem Sonnenschein bekannt gaben. Über Einzelspenden sollen zudem noch acht Bänke im Bereich der Bastion installiert werden, drei dieser Bänke sind bereits gesponsert, für fünf weitere werden noch Sponsoren gesucht, so Bülter weiter. Sechs Mülleimer sollen dafür sorgen, dass die dort eingebrachten Abfälle nicht das Grün an dieser Stelle verunstalten wird.
Volksgarten an einem alten Rheinarm
Der Volksgarten selbst ist einer der ältesten Parks in Köln. Nachdem in den Jahren 1880/1 die alten Wallanlagen geschliffen wurden und damit viel Grün für die damals rasant wachsende Stadt Köln wegfiel, wollte man den Grünraum damals auf jeden Fall erhalten. Sogar einen Wettbewerb organisierten die Stadtveranstaltungen. Doch am Ende war es dem damaligen Leiter des Kölner Gartenamtes Kowallek überlassen, trotz anderweitiger Wettbewerbsergebnisse die damals neue Parkanlage nach seinen Vorstellungen zu gestalten. "Der Volksgarten war konzipiert als beschauliches Erholungsgebiet. Das Betreten der Parkflächen war damals nur an einem Tag in der Woche (Mittwoch) erlaubt. Ansonsten sollte der Volksgarten eher Ort des mondänen Flanierens als ein Bürgerpark sein, wie Dr. Joachim Bauer vom Kölner Grünflächenamt ausführte. Dass das Zentrum des Park deutlich unterhalb der angrenzenden Stadtviertel liegt, ist darauf zurückzuführen, dass das gesamte Gebiet ein alter, ehemaliger Rheinarm war. Nach den Worten Bauers wird hier die Parklandschaft regelrecht "inszeniert", so Bauer weiter. Für die Unterstützer aus den Reihen der Zivilgesellschaft kann es dabei nur ein Ziel geben. "Der Volksgarten soll wieder ein echtes Schmuckstück werden", brachte es Stiftungssprecherin Bülter auf den Punkt.
Weitere Informationen zur Kölner Grünstiftung finden sie im Internet unter: www.koelner-gruen.de.


























