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31. 07. 2014
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Führungen im Waldlabor sollen ausgeweitet werden


04.08.2011 17:56 von:

Schlagwörter: Köln,Waldlabor,Stadtwald,Pflanzung,Wandelwald,Bürgerwald,Forstverwaltung,2011,Au

Im März vergangenen Jahres startete im Kölner Westen ein Wiederaufforstungsprojekt. Das so genannte Kölner Waldlabor sollte aber nicht nur einfach ein paar Bäumchen pflanzen und damit den äußeren Grüngürtel um eine weitere Parzelle erweitern. Vielmehr teilen sich die Gesamtflächen in vier unterschiedliche Bereiche. Mit dem so genannten Wandelwald wurden zudem die Kölner Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Maßnahme einbezogen. Am heutigen Donnerstag fand die dritte öffentliche Führung statt, darüber hinaus hat die städtische Forstverwaltung weitere Führungen für die so genannte interessierte Fachöffentlichkeit organisiert.

"Bei den letzten Führungen war hier richtig was los", bestätigte Stadtförster Michael Hundt, der den Anwesenden – unter den aufmerksamen Augen seiner beiden vierbeinigen Begleiter Jacky und Ben – die Details des dahinter stehenden Konzeptes erläuterte. Bereits rund zwei Drittel der Fläche sind gepflanzt, auch wenn auf dem weitläufigen Areal noch kein wirklicher Wald zu erkennen ist. "Wir haben die meisten Flächen mit so genannten Forstgehölzen bepflanzt", begründete Hundt den ersten optischen Eindruck. Mit den bisherigen Pflanzaktionen sei man eher dem Wunsch nach Sichtbarem entgegen gekommen, die kleinen Gehölze wachsen jedoch wesentlich besser empor, so der Baum- und Pflanzenexperte.

Für den so genannten Wandelwald sucht die Stadt weiterhin nach Sponsoren. Die Bürgerinnen und Bürger, die einen Baum pflanzen wollen, können ihn sogar selbst einpflanzen. Dafür erhalten sie eine Plakette, auf der der Name des Spenders eingraviert ist. Die Wege sind mit einer Schicht aus Mulch, gehächselte Holzreste dem Humus nicht unähnlich, ausgefüllt. Das Material federt richtig und dürfte auch für Jogger nicht uninteressant sein. Neben einem Energiewald, in der schnellwachsende Gehölze zum Einsatz als Brennstoff angepflanzt werden, soll es noch einen Klimawald (ist schon gepflanzt) und einen so genannten Wildniswald (soll im kommenden Jahr folgen) geben. In ersterem soll der Klimawandel und seine Folgen an verschiedenen, seltenen oder importierten Baumarten, untersucht werden. Dazu gibt es eine Forschungskooperation mit dem Institut für Landwirtschaft der Universität Bonn.

Sponsoren des Waldes sind überdies die Rheinenergie AG (Energiewald) und der in direkter Nachbarschaft ansässige Autobauer Toyota Deutschland (Klimawald). Beim Wildniswald wollen die Verantwortlichen nur minimal in den natürlichen Zyklus eingreifen. Einige der heimischen Baumarten werden in einer Art Initialpflanzung gesät, den Rest soll die Natur durch natürliche Besamung selbst erledigen. Das Beispiel im Kölner Westen lockt dabei nicht nur Kölnerinnen und Kölner an. Einer der Gäste kam sogar den weiten Weg aus Overath, um sich vor Ort zu informieren, Und Johannes Waschek, stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins Meschenich, interessiert sich aus einem anderen Grund für das Waldlabor. Derzeit befinde sich der Verein in Gesprächen mit der städtischen Grünverwaltung. Möglicherweise macht das Wiederaufforstungsprojekt auch im Kölner Süden bald Schule. Auch hier gebe es weitläufige Brachflächen, die sich dafür eignen könnten, so Waschek abschließend.







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