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26. 05. 2012
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Fünf Jahre Kampf haben sich gelohnt – Kernbündnis will Halle 10 erhalten


03.12.2010 19:09 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Nippes,Clouth,Grundstück,2010,Auseinandersetzung,Halle 10,Atelierstand

Es war einer der ersten Termine, den das damals frisch ins Leben gerufene Online-Nachrichtenmagazin Köln Nachrichten wahrnehmen dürfte. Schon im Jahr 2005 drohte den Kunstschaffenden in den Ateliers auf dem Clouth-Gelände der Auszug, damals wurde der Brandschutz als maßgebliches Kriterium genannt. Bei nahezu unerträglichen 34 Grad Celsius trafen sich damals Künstler und Verwaltungsfachleute – moderiert vom damaligen Vorsitzenden des Kölner Kulturausschusses Dr. Lothar-Theodor Lemper -, um das weitere Vorgehen und vor allem den Erhalt des Kunst- und Atelierstandorts abzustimmen. In den darauffolgenden Jahren ruhte der potenzielle Konfliktherd. Angesichts der wenigen freien und vor allem bezahlbaren Flächen für Atelierräume drängten die Künstlerinnen und Künstler rund um den Bananen-Sprayer Thomas Baumgärtel immer wieder darauf, das Atelierhaus "Halle Zehn" auf dem Gelände zu erhalten. Nun scheint sich die Ratsmehrheit aus SPD und Grünen zu einem Konsens durchgerungen zu haben. Wiederholt waren Beschlussvorlagen entweder von der Politik verschoben oder von der Verwaltung zurückgezogen worden. Nun kündigten die beiden Fraktionen in einer gemeinsamen Presseerklärung an, die Voraussetzungen für einen Erhalt des Atelierstandorts schaffen zu wollen.

Rahmenkonzept für Stadtquartier steht

"Das Rahmenkonzeot für das Stadtquartier Clouth beinhaltet mit Verweis auf die vorhandenen Ateliers auch kulturelle Nutzungen", erklärten die beiden Ratsfraktion in ihrer gemeinsamen Erklärung. Schon seit einigen stehe der Vorschlag im Raum, die Ateliers Basis einer erbbaurechtlichen Regelung dauerhaft den Künstlerinnen und Künstlern zuzuweisen. Die Notwendigkeit einer vertraglichen Neugestaltung war dringend geboten, schließlich liefen die geltenden Regelungen zur übergangsweisen Nutzung der Halle 10 lediglich bis zum Ende des ersten Quartals 2010. Aufgrund einer notwendigen Sanierung müssen die Künstler jedoch in ein Ausweichquartier umziehen, teilte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Fraktion, Jörg Frank, mit. "Das nun vorliegende Konzept sieht vor, die denkmalgeschützten Bauten in das neu entstehende Stadtquartier zu integrieren", ergänzte der Fraktionsgeschäftsführer der SPD-Fraktion, Michael Zimmermann. Bislang galt das Gebäude 25 mit Front zur Niehler Straße als möglicher Atelierstandort im Quartier. Aber wegen der besseren Vermarktungsmöglichkeiten für Gewerbe und hochwertigen Wohnraum sei man nun von diesem Vorhaben abgerückt. Voraussetzung für die Neuregelung der Nutzungen auf dem Areal ist jedoch, dass der Bebauungsplan verändert werden müsse, erläuterte Zimmermann weiter.

Die Künstlergemeinschaft existiert bereits seit 15 Jahren am Standort und firmiert seither unter der Bezeichnung "CAP Cologne e.V.". In dem Gebäude 10 auf dem Clouth-Gelände finden derzeit 15 Ateliers Platz. Dem Kompromissvorschlag von SPD und Grünen vorausgegangen waren detaillierte Berechnungen der Stadtverwaltung zum Finanz- und Businessplan bei der Vermarktung des riesigen Areals. In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt sollen in den kommenden Jahren insgesamt rund 1000 neue Wohnungen in mehreren Bauabschnitten entstehen. Der Vorschlag sieht die Überlassung im unsanierten Zustand an die Künstlergemeinschaft vor. Die Sanierung erfolgt von den Künstlern selbst und orientiert sich an den vorgegebenen Rahmenbedingungen, die Eigenleistungen sollen in dem anschließenden Pachtvertrag mit dem Grundstückeigentümer angerechnet werden. Stattdessen soll die Vermarktung der Halle 25 die so genannten Mindererlöse aus der Nicht-Vermarktung der Halle 10 kompensieren. Die Verwaltung wird folglich beauftragt, die "notwendigen planungsrechtlichen Änderungen zügig umzusetzen", so der Antragstext weiter. Der Stadtrat hatte am 30. Juni 2010 einen Bebauungsplan für das Clouth-Gelände beschlossen. Insgesamt halten die Antragsteller die Umsetzung dieses Vorhabens auch unter finanziellen Gesichtspunkten für "darstellbar", hieß es in der schriftlichen Antragsbegründung.

Die nächste Sitzung des Kölner Stadtrates findet am 14. Dezember 2010 statt. Wegen der zu erwartenden Anzahl von Anträgen und Beschlussvorlagen beginnt die letzte Ratssitzung des Jahres traditionell 90 Minuten früher als üblich. Beginn ist folglich um 14 Uhr. Karten für die Sitzung gibt es beim Sitzungsdienst der Stadt Köln. Kostenlose Reservierungen sind auch per E-Mail an:

sitzungsdienst@stadt-koeln.de

möglich.







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