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1. 11. 2014
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Gedenktag für Kölns ehemaligen Gartendirektor


15.05.2011 12:17 von:

Schlagwörter: Köln,Encke,Museumstag,Enthüllung,Volkspark,RVDL,Bürgerinitiative,Volksgarten,For

(ehu) Ohne große Feierlichkeiten, eher im Vorübergehen, wurde am gestrigen Samstag am Fritz-Encke-Volkspark in Raderthal eine neue Hinweistafel enthüllt. Sie erzählt die Geschichte des Erholungsgeländes auf Deutsch und Englisch. Denkmalschützer hatten den nachfolgenden Sonntag zum "Fritz-Encke-Gedenktag" erklärt. Zahlreiche Führungen erinnerten am Sonntag im Rahmen des "internationalen Museumstages" an Kölns Gartendirektor, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre. Seine Enkelin Karin-Bettina Encke war der Einladung des Rheinischen Vereins für Landschaftspflege und Denkmalschutz (RVDL) zur "Enthüllungsfeier" im Rahmen einer Radtour gefolgt.

Dass der Park heute wieder einigermaßen dem Originalzustand entspricht, ist nicht nur dem langjährigen Einsatz des RVDL zu verdanken, sondern nicht zuletzt einer überaus engagierten Bürgerinitiative aus der Nachbarschaft. Gemeinsam sammelte man etwa Geld, um den Brunnentempel wieder in Ordnung zu bringen. Auch konnte der zerstörte Keramikbrunnen durch einen bronzenen ersetzt werden. Regelmäßig wird die Anlage ehrenamtlich gepflegt. Der englische Text ist eine "historische" Reaktion auf die britische Besatzungsmacht, die nach 1945 damit begann, Teile des Parks zu bebauen.

Mit seinen zahlreichen "Volksparks" verfolgte Encke auch "volkshygienische" Ziele

Encke haben die Kölner unter anderem den Volksgarten sowie Vorgebirgspark, Blücherpark und den Volkspark Raderthal (seit 2002 Fritz-Encke-Volkspark) zu verdanken. Neben einer durchdachten Gestaltung legte er großen Wert darauf, dass sie auch soziale und "volkshygienische" Ziele erfüllten. Nach seinen Plänen wurden viele Plätze gestaltet, so der Leipziger Platz, Erzbergerplatz oder Helmholtzplatz. Sie zeichnen sich durch Multifunktionalität auf kleinstem Raum aus.

Weiter sorgte Encke dafür, dass Teile des Festungsgürtels wie Fort X im Agnesviertel, Fort Deckstein oder das Zwischenwerk VIIIb mit Zieranlagen begrünt wurden. Auch die Stadtwalderweiterung am Äußeren Grüngürtel leitete er ein. Enckes Grünanlagen haben bis heute ihre wesentlichen Strukturen erhalten und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.







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