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25. 10. 2014
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Köln-Kalk: Autonomes Zentrum hat nun einen Nutzungsvertrag


26.08.2011 20:54 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Kalk,2011,August,Nutzungsvertrag,Autonomes Zentrum,Sparkasse,Bebauungs

Mehrere Monate hatten die Verhandlungen gedauert, nun gibt es ein Ergebnis. Das Autonome Zentrum in den Räumen der ehemaligen KHD-Kantine im Kölner Stadtteil Kalk hat nun mit der Eigentümerin der Immobilien, der Sparkasse KölnBonn, einen Nutzungsvertrag unterzeichnet. Damit geht eine fast halbjährige Zeit der Unsicherheit zu Ende. Im März wäre es beinahe zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen, dank der Rücknahme der Räumungsandrohung durch die Sparkasse wurde der Streit vorerst entschärft, es folgten monatelange Verhandlungen zwischen beiden Seiten. Der nun unterzeichnete Nutzungsvertrag hat keine zeitliche Begrenzung, die Betreiber des Zentrums zahlen keine Miete, müssen aber einen Teil der Nebenkosten selbst tragen.

"Wir gehen davon aus, dass das Gebäude noch im Laufe dieses Jahres in den Besitz der Stadt Köln übergehen wird. Unser Ansprechpartner für eine langfristige politische Lösung ist daher ab sofort die Stadt und insbesondere Oberbürgermeister Jürgen Roters ", erklärte die Vertreterin des AZ, Sarah Caspers. Der hatte in seinem Wahlkampf im Jahr 2009 Sympathie für ein Autonomes Zentrum geäußert. Im Vorfeld der März-Ereignisse kamen aus dem OB-Büro jedoch widersprüchliche Äußerungen. Mit der nun erfolgten Unterzeichnung seien aber auch diese Unwägbarkeiten vom Tisch, freuten sich die Betreiber des Zentrums. Allerdings sind längst nicht alle von dem Konzept überzeugt. Im Gebiet rund um die Wiersbergstraße soll nun ein Bebauungsplan erstellt werden, die erste Beratungsrunde beginnt im kommenden Monat in der Bezirksvertretung Kalk. Die Betreiber des AZ wollen nun, dass auch ihre Einrichtung in den B-Plan einbezogen wird. Bezirksbürgermeister Markus Thiele hatte zu einem früheren Zeitpunkt bereits Position gegen ein AZ an dieser Stelle bezogen, nach Aussage der Autonomen hatte er ihre Einrichtungen als "Klein-Kleckersdorf" bezeichnet haben.

Allen Kritikern zum Trotz sehen die Betreiber des Zentrums nun mit deutlich mehr Zuversicht in die weitere Zukunft. Inzwischen sei das Zentrum mit seiner Selbstverwaltung und seinem kulturellen Angebot fest im Stadtteil etabliert. "Das kann nicht einfach übergangen werden", so Caspers im Vorfeld der politischen Beratungen über einen B-Plan. Der Vertrag biete dafür "eine gute Grundlage" für weitere Gespräche, die eine langfristige Nutzung der Immobilie sicherstellen, hieß es dazu abschließend.







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