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24. 10. 2014
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Mülheim 2020: Es tut sich etwas im Kölner Nordosten


16.01.2012 18:45 von:(red)

Schlagwörter: Strukturförderprogramm,Mülheim 2020,Zwischenbilanz,Städtebau,Bildung,Wirtschaft

Vor knapp zwei Jahren startete das Strukturförderprogramm mit der Eröffnungsveranstaltung. Nun ist Zeit für eine weitere Zwischenbilanz. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Verantwortlichen der Kölner Stadtverwaltung haben am heutigen Montag ein Zwischenfazit zum Strukturförderprogramm „Mülheim 2020“ vorgestellt. Immer wieder kommen Meldungen über neue Projekte und Initiativen aus dem Kölner Nordosten, der sich über die Stadtteile Mülheim, Buchforst und Buchheim erstreckt. Lob zollte die Stadt dabei den verschiedenen Projektträgern, die mit ihrem Engagement zum Gelingen des Projekts beitragen, wie die Verantwortlichen um Amtsleiterin Maria Kröger und den Leiter des Bürgeramtes in Köln-Mülheim, Hans Oster. 13 Projekte aus dem Bereich Bildung und Lokale Ökonomie sind bereits an den Start gegangen und sollen sich nun dem mittelfristigen Ziel einer sozio-ökonomischen Stabilisierung des Stadtteils widmen. Das dazu beschlossene „integrierte Handlungskonzept“ verknüpft dabei zahlreiche Projekte, die zum Teil gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und weiteren Projektträgern umgesetzt werden sollen.

Erst vor wenigen Tagen fand unter großem Interesse aus der dortigen Schullandschaft eine Veranstaltung des neu gegründeten Bildungsbüros statt. Dieses Projekt will die verschiedenen, schulischen Angebote des Stadtteil besser miteinander koordinieren und vernetzen. Die Koordination und Informationsvermittlung hat inzwischen ein eigenes Projektbüro „Mülheim 2020“ übernehmen. „Hier werden zukünftig die Fäden zusammenlaufen“, warben die Verantwortlichen vor Ort. Die Leitung des Büros liegt dabei in den Händen des dortigen Bürgeramtsleiters. Zu den bereits ins Leben gerufenen Bausteinen des Strukturförderprogramms gehören unter anderem die Projekte „Mülheimer Job.Factory – Aktiv Plus“, „Frau und Beruf“, „Stadtteilmütter“ und „Rucksack“ sowie „Beratung und Begleitung in Ausbildung und Qualifizierung für Jugendliche, Eltern und Firmen“ und nicht zuletzt der Verfügungsfonds, mit dem kleinteilige Projekte Im Programmgebiet schnell und unbürokratisch Unterstützung erhalten sollen. 27 Projekte wurden so bereits mit insgesamt 65.000 Euro unterstützt bzw. auf den Weg gebracht.

Doch längst sind die insgesamt rund 40 Millionen Euro an Fördergeldern, die bis zum Jahr 2020 in die Ertüchtigung und Aktivierung des Nordostens investiert werden sollen, verausgabt. Gleich drei Projekte befinden sich kurz vor der Ausschreibungsphase. Das „Büro Wirtschaft in Mülheim“, das Stadtteil- und Programmmarketing und das Projekt „Neue Arbeit für Mülheim“ sollen in den kommenden Wochen in die Suche nach geeigneten Projektträgern eintreten. Städtebaulich wird Mülheim 2020 schon bald auch in Form neuer Baustellen zu sehen sein. Der Ausbau der Waldecker Straße sowie die Optimierung und Anpassung des Bürgerparks an der Berliner Straße gehen noch in diesem Frühjahr in die Realisierung. Der Familienpark unter der Zoobrücke sowie der Ausbau der Markgrafenstraße sollen bis Jahresende bereits abgeschlossen sein, versprach die Stadt. Zehn weitere städtebauliche Maßnahmen befinden sich derzeit in der Planung bzw. in der politischen Diskussion. Zuletzt gab es dabei kritische Töne zur Umgestaltung der Frankfurter Straße. Eine Initiative vor Ort kritisierte, dass die Erhöhung der Flächen für Fußgänger die Aufenthaltsqualität auf der Haupteinkaufsstraße in Mülheim nicht wirklich erhöht. Die Beschlussvorlage soll in der nächsten Beratungsfolge politisch diskutiert werden.

Insgesamt wird die Stadt 42,17 Millionen Euro in das Strukturförderprogramm investieren, der ursprüngliche Kostenrahmen lag bei 40 Millionen Euro, war jedoch durch einen entsprechenden Ratsbeschluss aufgeweitet worden. Die Mittel werden dabei für Städtebaumaßnahmen (13,1 Millionen Euro), die Förderung der Lokalen Ökonomie (zwölf Millionen Euro) und Bildungsprojekte (11,6 Millionen Euro) investiert. Programmunterstützende Maßnahmen wie ein Stadtteilmarketing schlagen mit insgesamt rund 5,5 Millionen Euro zu Buche. Der bereits erwähnte Verfügungsfonds hat einen Gesamtetat in Höhe von 220.000 Euro, hieß es dazu abschließend.

Weitere Informationen zum Strukturförderprogramm „Mülheim 2020“ finden sie auch auf den städtischen Internetseiten unter: www.stadt-koeln.de.







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