Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

30. 07. 2014
Seite drucken

Mülheim 2020: Stadt widerspricht negativer Mediendarstellung


22.10.2011 20:43 von:

Schlagwörter: Köln,Strukturförderprogramm,2020,EU,Probleme,Kritik,Veedelsbeirat,Lokalzeitung

Das Strukturförderprogramm “Mülheim 2020” ist am vergangenen Donnerstag erneut in den kritischen Blick der Öffentlichkeit gerückt. Grund dafür war ein Artikel in der Kölner Lokalzeitung „Kölner Stadt-Anzeiger“, der einem Projekt im Rahmen des mit EU-Mitteln geförderten Hilfspakets den Status „gescheitert“ zuordnete. Die Stadt sah sich am gleichen Nachmittag gefordert, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. Sie komme zu einer anderen Einschätzung, räumte aber ein, dass zwei Projekte im Rahmen der Förderprogramms derzeit nicht wie ursprünglich geplant umgesetzt werden können. Die Stadt machte dafür „veränderte äußere Umstände“ verantwortlich. Das Projekt „Stadtteilmütter“ aber befinde sich in der Umsetzung, 20 ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger sind bereits fertig geschult, für 30 weitere haben die Einführungsveranstaltungen in diesem Monat begonnen. Diesen geänderten Zeitplan habe man bereits Mitte September dieses Jahres dem Veedelsbeirat mitgeteilt, hieß es dazu in der Replik.

Für das Projekt „Sprachförderung in den Kindertagesstätten“, ein Bildungsprojekt, konnte nach europaweiter Ausschreibung kein Träger gewonnen werden. Die Verwaltung prüft derzeit, auf welchem Wege die ursprüngliche Projektidee in einem Alternativprojekt umzusetzen ist. Auch ein Projekt zur Beschäftigungsförderung im Projektgebiet mit Namen „Baustoffrecycling“ könne so wie geplant nicht umgesetzt werden, in diesem Fall wegen Kürzungen im entsprechenden Etat der Bundesagentur. Damit sei das Vorhaben nicht mehr „wirtschaftlich“, man suche nach einer Alternative, hieß es dazu weiter.

Klarstellung zum Projektstand

Nachdem der Stadtrat auf seiner letzten Sitzung einer Erhöhung des Gesamtvolumens auf jetzt 42,17 Millionen Euro zugestimmt hatte, entfällt der größte Anteil am Gesamtvolumen auf Fördermittel auf städtebauliche Fördermittel des Landes (13,1 Millionen Euro), Lokale Ökonomie (12 Millionen) und Bildungsprojekte (11,6 Millionen Euro). Weitere Gelder werden in den Bereichen Programmunterstützung (Controlling, wissenschaftliche Begleitung, Stadtteil-Marketing, Verfügungsfonds etc.) mit rund 5,5 Millionen Euro verausgabt. Zuschüsse der Projektträger für Verwaltungsaufgaben werden nicht gezahlt. Neben der Stadt und Land ist auch die Bundesagentur für Arbeit Projektpartner.

Insgesamt sollen 40 Einzelprojekte im Rahmen des Strukturförderprogramms realisiert werden. Sieben Teilprojekte aus den Bereichen Bildung und lokale Ökonomie sind bereits gestartet, ein weiteres soll in Kürze beginnen. Drei Projekte sind in der Ausschreibung, zwei Städtebauprojekte sind bereits beschlossen und können Anfang 2012 beginnen, sieben weitere befänden sich mitten in der Planung, so der Zwischenstand der Stadtverwaltung. Den Vorwurf, die Stadt würde die bereit stehenden Fördermittel nicht in ausreichendem Maße abrufen, wies die Stadt ebenfalls zurück. Man arbeite „intensiv daran, die Projekte erfolgreich umzusetzen und die gesamte Fördersumme abzuschöpfen“, versicherten die Verantwortlichen abschließend.

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden sie auf den Internetseiten der Stadt Köln unter: www.stadt-koeln.de.







Artikel Service