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23. 11. 2014
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PW-Tobacco dementiert Standortschließung in der Kölner Südstadt


25.01.2012 14:45 von:(red)

Schlagwörter: Mahnwache,Schließung,Anscheinswaffen,pw-tobacco,Arnsberg,Dementi

Das Objekt an der Bonner Straße. Am ersten Februarwochenende wollen die Gegner erneut eine Mahnwache abhalten. Bild: Köln Nachrichten

Das Unternehmen pw-tobacco betreibt eine Filiale in der Kölner Südstadt und verkauft dort so genannte Anscheinswaffen. Bereits seit längerer Zeit ist das besorgten Eltern und Bürgern ein Dorn im Auge, denn der Verkauf solcher Geräte wird von vielen als Bedrohung des sozialen Friedens angesehen. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist der Waffenverkauf in Deutschland streng reguliert. Die in der Südstadt angebotene Ware sind denn auch keine richtigen Waffen, sondern so genannte „Anscheinswaffen“ und damit legal. Trotzdem regt sich Widerstand, eine Bürgerinitiative lief seit der Eröffnung Sturm gegen das Geschäft, nun könnte die öffentlich durch Mahnwachen vorgetragene Kritik einen ersten Erfolg nach sich ziehen. Gerüchte, dass die Filiale in der Kölner Südstadt zum Ende des ersten Quartals schließen soll, wurden indes vom Unternehmen dementiert, wie Verkaufsleiter Udo Schaller klarstellte. Bereits Ende vergangenen Jahres sahen sich die Gegner ihrem Ziel nahe, die Gründe für die zwischenzeitliche Schließung lagen jedoch damals am Krankenstand der Mitarbeiter, so Schaller weiter.

Protest geht weiter – weitere Mahnwache angekündigt

"Es geht darum, die Idee des Herstellers anzugreifen, Anscheinswaffen in Wohngebieten offen zu präsentieren und zu verkaufen", erklärte Tim Cremer, einer der Verantwortlichen der Initiative „Veedel ohne Waffen“ einem lokalen Internetportal. Die Schließung der Filiale soll Gerüchten zufolge Ende März erfolgen. Bis dahin wollen die betroffenen Bürger aus der Südstadt aber weiterhin ihre öffentlichen Proteste fortsetzen. Im vergangenen Jahr beschäftigte sich sogar der Stadtrat mit der Materie, konnte aber wegen fehlender Zuständigkeit nicht durchgreifen. Das hindert die Gegner dieser Geschäftsidee indes nicht daran, ihre Proteste weiterhin kund zu tun. "Wir werden so lange weiter gegen Gewalt und Waffen demonstrieren, bis der Laden wirklich geschlossen leer geräumt ist", erklärt Hans Mörtter, Pfarrer der Lutherkirche und Mitinitiator von "Veedel ohne Waffen". Das Unternehmen aus dem sauerländischen Arnsberg betreibt in Köln zwei Niederlassungen. Die zweite Filiale befindet sich auf der Venloer Straße. Für den 4. Februar haben die Gegner zu einer erneuten Mahnwache aufgerufen.







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