Wetter



Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

1. 09. 2014
Seite drucken

Spatenstich für Kunstrasen in Neuehrenfeld


19.04.2011 13:56 von:

Schlagwörter: Köln,köln-Neuehrenfeld,Kunstrasen,Platz,Fußball,Asche,Konjunkturpaket,2011,April

Elisabeth Arentz ist erste Vorsitzende des Sportvereins SC West Köln 1900/11 e.V. und am heutigen Dienstag wohl ein rundherum glückliche Frau. Nach rund zehn Jahren intensiver Gespräche erreichten die Verantwortlichen am heutigen Tag mit dem Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz an der Apenrader Straße einen weiteren Meilenstein. Das Projekt, Kunstrasenplatz und Neubau des Vereinsheims – werden aus Mitteln des zweiten Konjunkturpakets der Bundesregierung finanziell unterstützt. Bereits in der kommenden Freiluftsaison soll der neue Rasen fertig gestellt sein. Die Fertigstellung des neuen Vereinsheims samt Umkleiden wird aber wohl noch bis Ende des Jahres dauern, Ursache dafür sind Bodenuntersuchungen, die eine Plananpassung notwendig gemacht hatten, wie Arentz einräumte. "Wir sind endlich glücklich, wieder auf einem schönen neuen Platz spielen zu können. Auch das andere Projekt werden wir zeitnah hinbekommen", so die Vereinsvorsitzende bei ihrer Ansprache zum heutigen Spatenstich.

Der Ehrenfelder Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD) ergriff die Gelegenheit, auf die bisweilen etwas umständlich anmutenden Genehmigungswege aufmerksam zu machen. "Das sieht so aus, als würde nichts passieren. Auf den ersten Blick mag das auch zutreffen. Aber die komplizierte Gesetzeslage erlaubt keine andere Vorgehensweise", schilderte der Kommunalpolitiker das bestehende Dilemma. So geht es auch bei der aktuellen Maßnahme in Neu-Ehrenfeld nicht nur darum, den Aschenbelag gegen eine andere Oberfläche auszutauschen. Vielmehr musste die gesamte Deckschicht abgetragen werden. Außerdem hinterließ der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung eine regelrechte Kraterlandschaft auf dem ehemaligen Spielfeld. Zum Glück fanden sich im Erdreich aber nur Ãœberreste bereits detonierter Bomben und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. "Der Platz ist nun eine kampfmittelfreie Zone", scherzte Wirges beim heutigen Spatenstich.

Der neue Kunstrasenplatz wird wegen der aufwändigen Aushub-, Entsorgungs- und Drainagearbeiten immerhin ein Investitionsvolumen von 1,6 Millionen Euro benötigen. Das noch zu errichtende Vereinsheim samt Kindertagesstätte wird nach derzeitigen Planungen mit 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Im Rahmen des Konjunkturprogramm werden die beiden Bauvorhaben mit bis zu 80 Prozent durch den Bund unterstützt. Hinzu kommt der Neubau einer Zuschauertribüne, eine neue Beleuchtungsanlage und so eine hochmoderne Sportstätte. Dass das Geld sinnvoll angelegt ist, stand für die Beteiligten außer Frage, schließlich gehört der SC West als Hausherr der neuen Anlage mit insgesamt 23 Jugendmannschaften zu den Kölner Fußballclubs mit der größten Jugendabteilung. Möglicherweise kommen mit der neuen Anlage, die auch für die Schulen im Umfeld geöffnet werden soll, neue Kooperationsmöglichkeiten hinzu.

Stadtweit erhöht sich alleine in diesem Jahr die Zahl der Kunstrasenplätze von derzeit elf auf 21 bis Ende des Jahres, den an der Apenrader Straße mit eingerechnet. Stadtweit gibt es derzeit nach Aussage von Dieter Sanden, Leiter des Kölner Sportamtes, 160 Plätze, davon 50 mit einer Rasenoberfläche. Bis einschließlich des Haushaltsjahrs 2013 stehen der Kölner Sportverwaltung für die Neuerrichtung von Sportstätten pro Jahr immerhin 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das hatte der Kölner Stadtrat unabhängig von Konjunkturprogramm und anderen Fördertöpfen bereits im Vorjahr beschlossen. Für den Ehrenfelder Sportverein endet im Spätsommer und nach Fertigstellung der Bauarbeiten eine Zeit des Asyls. Während der Bauarbeiten musste der Verein seinen Trainings- und Spielbetrieb nach Bocklemünd verlagern. Dort müssen sich die Mannschaften die vorhandenen Platzkapazitäten mit gleich drei anderen Sportvereinen teilen. Kaum waren die Feierlichkeiten am heutigen Dienstag beendet, rief der Bauleiter seine Mannschaft auf, mit den Arbeiten fortzufahren. Und so wurde um kurz vor 12 Uhr wieder Staub aufgewirbelt im Kölner Nordwesten. Geärgert hat das am heutigen Dienstag aber keinen.







Artikel Service