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26. 05. 2012
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Köln-Kalk: Pro Köln-Demo findet statt


18.11.2011 17:40 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Kalk,2011,November,pro Köln,Autonomes Zentrum,Polizei,Roters,Oberbürge

Am morgigen Samstag findet im Kölner Stadtteil Kalk eine Demonstration der als rechtsextrem eingestuften Formation „pro Köln“ statt. Bis zum heutigen Freitag hatte die Kölner Polizeibehörde geprüft, ob man den Aufmarsch der Rechtspopulisten, die seit 2004 in Fraktionsstärke im Kölner Stadtrat sitzen, nicht doch verhindern könne. Mehrere Bündnisse hatten zur Gegendemonstration aufgerufen und werden am morgigen Samstag sicher deutlich mehr Unterstützer in den Kölner Osten locken. Die Kölner Polizei behielt sich jedoch ausdrücklich vor, bei einem Verstoß gegen die Auflagen an beide Seiten die politischen Willenskundgebungen zu unterbieten, ließ die Polizei bereits im Vorfeld mitteilen. Die Demonstration von „pro Köln“ wurde bereits vor einem Monat angemeldet und beginnt am Walter-Pauli-Ring, vor dem Kölner Polizeipräsidium. Der Weg führt dann über die Kalker Hauptstraße und mitten durch den Stadtteil Kalk bis zur Einmündung in der Wiersbergstraße. Dort werden die Rechten einer Gegendemonstration gegenüberstehen.

OB Roters bedauert den rechten Aufmarsch

Die erneute Demonstration der als rechtsextrem eingestuften „Bürgerbewegung“ stieß auch im Rathaus auf Kritik. Oberbürgermeister Jürgen Roters bedauerte den „unangemessenen Umgang“ mit dem grundgesetzlich verankerten Demonstrationsrecht. "Angesichts der jüngsten Erkenntnisse über die Zusammenhänge dieser beispiellosen Mord- und Anschlagserie einer rechtsradikalen Terrorgruppe ist die angekündigte sogenannte "Demonstration" eine reine Provokation. Ich habe überhaupt kein Verständnis für diejenigen, die gerade jetzt, wo wir wissen, dass rechtsradikale Täter beim Nagelbombenanschlag auf der Keupstraße vorsätzlich Menschenleben aufs Spiel setzten, in Köln plakativ provozierende Parolen auf die Straße bringen wollen“, erklärte Roters in einem persönlichen Statement vom heutigen Nachmittag.

Bereits am Tag zuvor hatte Kölns neuer Polizeipräsident Wolfgang Albers eine intensive Prüfung angekündigt. Dieses Vorhaben wurde von Roters ausdrücklich begrüßt. „Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut. Es fällt schon schwer, zu sehen, dass manche Gruppierungen damit unangemessen umgehen“, so Roters weiter. Angesichts früherer Erfahrungen mit Demonstration der Rechtspopulisten ist damit zu rechnen, dass erneut viele Tausend Gegendemonstranten den Weg der Rechten in Kalk säumen werden. Bei einer früheren Demonstration der Rechten hatten mehrere Tausend Gegendemonstranten erfolgreich die Zufahrten und Zuwege zum damaligen Demoplatz auf dem Kölner Heumarkt blockiert. Die Veranstaltung wurde schließlich von der Kölner Polizei aufgelöst. In einer Veranstaltung ähnlicher Art ein Jahr später weigerten sich gleich eine Reihe Kölner Taxifahrer, di Teilnehmer der Demonstration zu transportieren, nach ein Schiff auf dem Rhein, das die Rechtspopulisten angemietet hatten, mit Stein beschmissen und beschädigt wurde. Zuletzt fand im Mai dieses Jahres auf dem Kölner Heumarkt eine Demo von „pro Köln“ statt.







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