26. 05. 2012
Seite drucken
Köln-Lindenthal: Großmarktverlagerung ist Thema einer Info-Veranstaltung
In der Bezirksvertretung Lindenthal findet am Donnerstag kommender Woche eine Informationsveranstaltung zu einem brisantem Thema statt, die geplante Verlagerung des Großmarkts von ihrem bisherigen Standort an den westlichen Kölner Stadtrand. An das Gewerbegebiet Marsdorf grenzt jedoch der Stadtteil Junkersdorf und genau von hier regt sich Widerspruch. Anwohner hatten wiederholt Kritik an der Entscheidung geübt, dabei ist die Grundsatzentscheidung des Kölner schon einige Zeit her. Die Skeptiker unter den Kommunalpolitikern allerdings wandten immer wieder ein, es müsse erst eine Studie zum erwarteten Verkehrsaufkommen und seiner Lenkung her. Die liegt nun vor und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis. Die Befürchtungen sind größtenteils unbegründet. Der Großlieferverkehr laufe über die Autobahn ab, die in angrenzenden Wohngebieten immer wieder befürchteten Ausweichverkehre wären weitgehend ausgeschlossen, das liege unter anderem auch daran, dass ein erheblicher Anteil des zuliefernden Verkehrs zu eher verkehrsärmeren Zeiten in Marsdorf ankommt.
In der öffentlichen Informationsveranstaltung nun wollen die verantwortlichen Verkehrsplaner der Stadt und die Autoren der Untersuchung gemeinsam ihre Ergebnisse vorstellen. Das Düsseldorfer Verkehrsplanungsbüro PVT - Planung, Transport, Verkehr AG hatte die Studie erstellt und dabei die zu erwartenden Verkehrsströme simuliert. Das Ergebnis lässt sich aus Sicht des Gutachters auf den Nenner bringen: Die Verlagerung des Großmarktes nach Marsdorf bringe kaum zusätzlichen Verkehr. Das Gutachten war bereits vor fast drei Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt worden. „Signifikant“ zunehmen werde allerdings der Verkehr auf der Bonnstraße in Frechen als Zubringer von der Autobahn. Durch die geplanten Ortsumgehungen werde es allerdings zu spürbare Entlastungen kommen. An einigen Straßenkreuzungen müsste die Verkehrsregelung optimiert, einige müssten auch ausgebaut werden, hieß es damals (Köln Nachrichten berichtete).
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Die Moderation liegt in den Händen der Hausherrin, Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker. Nach den Fachvorträgen gibt es Raum für Diskussionen und Fragen, hieß es dazu abschließend. Eine Kurzfassung des Gutachtenentwurfs finden sie auf der Internetseite der Stadt Köln unter: www.stadt-koeln.de.


























