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26. 05. 2012
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Schweigeminute für die Opfer rechtsextremer Gewalt


21.02.2012 18:00 von:(ehu/rk)

Schlagwörter: Schweigeminute,Rechtsextremismus,Gedenken,Rechtsterror,Anschläge,Stadt,DGB

Eine Minute Schweigen. Am kommenden Freitag werden in Köln die städtischen Mitarbeiter um 12 Uhr an die Opfer der Terroranschläge der Rechtsextremen gedenken. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Zu einer Schweigeminute um 12 Uhr am kommenden Donnerstag rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (bda) auf. In dieser Minute des Innehaltens soll der Opfer rechtsextremer Gewalt gedacht werden. Anlass sind die Morde, Raubüberfälle und Anschläge, die von der Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ verübt wurden. In dem gemeinsamen Aufruf von Gewerkschaften und Arbeitgebern heißt es, die Taten „erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen. Wir trauern um die Opfer. Wir sind tief betroffen, dass nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland diese entsetzlichen Verbrechen geschehen konnten.“ Gemeinsam trete man für ein Deutschland ein, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben.

Stadt Köln schließt sich an / Gedenken an Kölner Opfer

„Gerade in einer Millionenstadt wie Köln mit vielfältigen internationalen Kontakten ist das friedliche Zusammenleben von Menschen aus über 180 Nationen ein wertvolles Gut. Fremdenhass, Rassismus und rechtsextreme Gewalt haben in unserer Stadt nichts zu suchen“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Roters. Neben dem Kölner Stadtoberhaupt haben sich auch der Integrationsrat und der Gesamtpersonalrat der Stadt dem Appell angeschlossen. In Köln soll dabei insbesondere der Opfer der beiden Anschläge der rechtsextremen Terrororganisation in Köln gedacht werden. „Die Entwicklung des rechtsextremistischen Terrors zeigt, wie wichtig es für die Gesellschaft, die Politik und die Sicherheitsbehörden ist, den Rechtsradikalismus in Deutschland zu keinem Zeitpunkt zu verharmlosen und zu unterschätzen und künftig intensivste Anstrengungen zur Bekämpfung der Gewalt zu unternehmen“, ergänzte Tayfun Keltek, Vorsitzender des Kölner Integrationsrates. In Köln gingen vermutlich zwei Anschläge, darunter auch der so genannte „Nagelbombenanschlag“ in der Keupstraße, auf das Konto der Rechtsterroristen.

Zeitgleich findet am Donnerstag in Berlin der zentrale Staatsakt statt

In den deutschen Unternehmen sei zwischen den Beschäftigten "ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität". Es gebe zahlreiche Beispiele für erfolgreich Integration, Respekt und Toleranz. Daher stehe man gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut entschieden entgegenzutreten. Die Schweigeminute soll zugleich ein Zeichen für die „Vielfalt und Offenheit Deutschlands“ sein. Das Gedenken soll um genau 12 Uhr mittags stattfinden.

Zeitgleich dazu findet in Berlin der zentrale Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremer Gewalt statt. Die Rede dort wird Bundeskanzlerin Angela Merkel anstelle des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff halten.







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