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26. 05. 2012
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Endlich Aufzüge an der Station Neußer Straße/Gürtel


14.12.2011 18:21 von:

Schlagwörter: Köln,KVB,U-Bahn,Hochbahn,Aufzug,Neußer Straße,Gürtel,Rolltreppe,2011

(ehu) Und wieder einmal haben die Verwaltungsmühlen langsam, aber sicher gemahlen: 1998 beschloss die Politik erstmals den Einbau von Aufzügen in die KVB-Station Neußer Straße/Gürtel. Im vorigen Oktober entschied er das letzte Mal. Jetzt wurde mit den Bauarbeiten begonnen. 2013 sollen die beiden Aufzüge – schneller und größer als die bislang anderweitig eingesetzten – endlich in Betrieb genommen werden. Bezirksbürgermeister Bernd Schößler (SPD) ist dankbar, dass „das jahrelange Betteln und Fordern endlich Gehör gefunden hat“.

Durchschnittlich 20.000 Fahrgäste nutzen die Bus- und Bahn-Station täglich

Mit 20.000 Fahrgästen täglich gehört diese Station zu den meistfrequentierte in Köln: Hier kreuzen sich drei Straßenbahn- und vier Buslinien. Auf vier Ebenen verteilt sich der Verkehr: Ganz oben die Hochbahn, darunter die Straße. Dann die „Verteilerebene“, von der aus die Wege zur Hochbahn und – noch eine Ebene tiefer – zur U-Bahn führen. Das große Ärgernis: Es gibt keinen ebenerdigen Zugang von der Neußer Straße aus. Wer zur U- oder Hochbahn will, muss zuerst treppab – Rolltreppen gibt es nicht – in die Verteilerebene und dann weiter. Und entsprechend umgekehrt. Dass die Rolltreppen von und zur Hochbahn öfters außer Betrieb sind – daran ist man gewöhnt.

Das ist alles andere als bequem und schon gar nicht barrierefrei – aber das Ergebnis einer vor 40 Jahren üblichen Verkehrsplanung, in der autogerecht sein musste und an Fußgänger kaum gedacht wurde. Der seinerzeit ebenfalls geplante großspurige Ausbau des Gürtels an dieser Stelle ist im Übrigen immer noch nicht endgültig vom Tisch.

Jeder Aufzug hat ein Innenmaß von 1,10 x 2,10 Metern. Bei einer Traglast von 1.000 Kilo kann er 13 bis 14 Personen befördern. Ein Fahrrad passt ebenso hinein wie ein Zwillingskinderwagen. „Außen“ mit einem transparenten Schacht am Brückenwerk angebracht, verbinden sie über eine Höhe von 16,5 Metern U-Bahn und Hochbahn und haben eine „Zwischenstation“ zur Straße hin. Die Verteilerebene wird ausgelassen. Sie hier zu integrieren, wäre baulich zu aufwändig und damit zu teuer, außerdem mache es wenig Sinn, so Gerd Wewering, Leiter des Amts für Brücken und Stadtbahnbau.

Neben Aufzügen wird es auch zwei zusätzliche Eingänge von der Neußer Straße aus geben

Stolze 4,3 Millionen kostet der Bau auch so schon, inklusive neue Beleuchtung, neue Lüftung, neuer Außenstrich, Kiosksanierung und kleinere Umbauten der neußer Straße. Auch ein „taktiles Blindenleitsystem“ wird installiert, das heißt richtungsweisende Rillen und Hubbel in der Pflasterung. 85 Prozent der Kosten tragen das Land und der Nahverkehr-Rheinland.

Für überzeugte Fußgänger erhält die KVB-Station anstelle der jetzigen Fensterwände zwei zusätzliche Eingänge von der Neußer Straße aus. Diese führen über eine Brücke zu den bestehenden Treppen zur Hochbahn bzw. zur Verteilerebene. Während der Bauarbeiten wird es zu Störungen im Inneren der Station sowie auf der Neußer Straße und den Fußgängerwegen kommen.







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