26. 05. 2012
Seite drucken
Begriffe der Finanzkrise im Internet
Der Kölner Betreiber der Domainhandelsplattform Sedo ist der Frage nachgegangen, wie die mit der Wirtschaftskrise verbundenen Bezeichnungen im World Wide Web umgegangen wird. Die Ergebnisse dieser Untersuchung hat das Unternehmen am gestrigen Mittwoch veröffentlicht. Viele Begriffe sind dabei entweder noch gar nicht vergeben, andere wiederum tragen völlig andere Inhalte zur Schau, als es der Begriff vermuten lässt. So zeigt sich beispielsweise auf der Startseite der Seite finanzkatastrophe.de einen etwas traurig blickenden Fisch. Auch bei der Domain rettungsschirm.de gibt es keine Informationen zu den milliardenschweren Finanzhilfen sondern einige, wenige Erläuterungen zum Gleitschirmfliegen. Auch die Adresse schuldenberg.de ist für die Zielgruppe nicht wirklich interessant. Hinter dieser Domain verbirgt sich die Filiale Schuldenberg der Skrupel GmbH, wie das Kölner Unternehmen weiter bekannt gab.
Während die genannten Domainnamen wenigstens vergeben sind und irgendwie genutzt werden, ist dies bei vielen anderen Internetadressen gar nicht der Fall: Kein Domaininvestor konnte sich bisher dafür erwärmen, das ausgewachsene Schuldendebakel unter der gleichnamigen "de"-Adresse ist ebenso wenig vergeben wie eine Seite zum Thema Währungskollaps. Gleiches gilt für die Begriffe EU-Stabilitätspakt oder Euro-Rettungsschirm. Finanzcrash.de und Finanzdesaster sind inzwischen vergeben und werden auch mit themenrelevanten Inhalten gefüllt. Die Domains Schuldenstreit.de, Rettungspaket.de und Neuverschuldung.de werden derzeit "geparkt", sie stehen zum Verkauf.

























