26. 05. 2012
Seite drucken
BVDW erwartet weiteres Wachstum im Werbegeschäft
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) ist zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Online-Umsätze. Im kommenden Jahr, so die heute veröffentlichte Prognose, werden die Online-Umsätze weiter wachsen. Vor allem in den Segmenten Social Media, Bewegtbildwerbung und mobilen Diensten wird es auch weiterhin Wachstum geben. Der Bundesverband hatte am heutigen Dienstag die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter rund 150 Full-Service-Internetagenturen. In den drei genannten Segmenten gebe es demnach die höchsten Wachstumsraten und zugleich auch die höchste Bedeutung aller medienbasierter Anwendungsfelder. Bislang lag der Fokus eher im klassischen Aufgabenportfolio der Agenturen in den Bereichen Marketing, E-Commerce und Werbung, so der Verband weiter.
Insgesamt besitzen die Bereiche Internet und Intranet weiterhin eine sehr große Bedeutung für das Agenturgeschäft. Rund zwei Drittel der Honorarumsätze entfallen zudem auf das Projektgeschäft und nur knapp über ein Drittel decken langfristige Etatvereinbarungen, so weitere Ergebnisse der aktuellen Befragung. "Das Internet gilt für die gesamte Wirtschaft als unverzichtbarer Werbe- und Vertriebskanal. Dabei zählen Branding und Kreation zu den wichtigen Faktoren für zukünftige Erfolge in der Markenkommunikation", erklärte denkwerk-Chef Marco Zingler, Vorsitzender der Fachgruppe Agenturen im BVDW. Eine solcher Fokus liegt derzeit und auch im kommenden Jahr wieder auf den Anwendungsfeldern Social Media, mobile Dienste und Bewegtbild. Dagegen spielen Anwendungsfelder wie Handy-TV oder Voice-over-IP oder E-Learning, noch vor Jahresfrist echte Favoriten der Branche, derzeit nur noch eine nachrangige Bedeutung. Völlig aus dem Rennen sind hingegen die Medienträger DVD und CD-ROM.
Allerdings bleiben die klassischen Werbeformate im Internet weiterhin ein wichtiger Umsatzbringer. Nach wie vor erreicht dieses Segment mit 28 Prozent Anteil die höchsten Marktanteile. E-Commerce-Anwendungen machen 22 Prozent der Honorarumsätze der Branche aus. Im guten Mittelfeld liegen Werbung und Intranet mit einem Anteil von jeweils über zehn Prozent sowie Entertainment/Infotainment mit über acht Prozent. Weit weniger Umsätze setzen die Agenturen in den Bereichen E-Learning, Publishing, E-Government und Knowledge Management um. Das Anwendungsfeld Gaming trägt als Schlusslicht aller Anwendungsfelder mit nur etwas mehr als einem Prozent den geringsten Anteil zu den Honorarumsätzen bei. Die Kunden der Internetagenturen kommen in der Regel aus der gewerblichen Wirtschaft. Öffentliche Auftraggeber machen hingegen nur etwa zehn Prozent der Umsätze aus. Rund zwei Drittel der Honorarumsätze entfallen auf das Projektgeschäft, den verbleibenden Anteil sichern die Full-Service-Internetagenturen durch langfristige Etatvereinbarungen und laufende Verträge mit ihren Kunden, teilte der Verband weiter abschließend mit.

























