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26. 05. 2012
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Clash of Realities und Next-Level-Tagungen finden zusammen


16.03.2010 22:34 von:

Schlagwörter: Köln,Clash of Realities,Next-Level-Conference,April,2010,Fachhochschule,NRW-Kult

Ende April finden in der Domstadt gleich zwei Veranstaltungen zum Thema "Computerspiele" statt. Zunächst startet am 20. April dieses Jahres die Premiere der "Next Level Conference", veranstaltet vom NRW Kultursekretariat mit Sitz in Wuppertal. Am 21. April geht dann die dritte Konferenz der Fachhochschule Köln (FH Köln) an den Start. Auch "Clash of Realities" befasst sich mit Computerspielen und seinen technischen Bedingungen und gesellschaftlichen Folgen. Am heutigen Dienstag stellten die jeweiligen Organisatoren in den Räumen der Kölner FH die Programme der beiden Veranstaltungen vor. "Wir wollen damit unterschiedliche Facetten eines Phänomens beleuchten. Durch das Ineinandergreifen der beiden Kongresse schaffe man "etwas sehr Rundes und Schlüssiges", so der Geschäftsführende Direktor des Instituts für Medienforschung und Medienpädagogik, Prof. Winfried Kaminski. Mitorganisator dieser Konferenz ist auch die deutsche Tochter des US-Spieleherstellers Electronic Arts (EA). Dessen Jugendschutzbeauftragter Martin Lorber bezeichnete es als gesellschaftliche Aufgabe, auch die Folgen des Medienkonsums und damit der Spieleindustrie untersuchen zu lassen und sich dort engagieren. "Dass es zwei Konferenzen gibt, zeigt, dass die Sache lebt. In dieser Stadt gibt es Platz für zwei Konferenzen", erklärte der PR-Direktor des Kölner Unternehmens.

Einen eher ästhetisch-künstlerischen Ansatz verfolgt die Konferenz "Next Level-Conference", wie der Direktor des NRW-Kultursekretariats, Dr. Christian Esch ausführte. "Wir sind neu hier und haben uns vorgenommen, offen zu sein. Computerspiele sind eine werdende Kulturtechnik", erklärte Esch die Motivation seiner Organisation, eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema vorzubereiten. Stattfinden wird das Ganze in der Abenteuerhalle Kalk mit zwei separaten Räumlichkeiten. Dort gibt es unter anderem auch eine Tanzperformance sowie viele Events unter anderem auch zum Thema Sweb 2.0. ein besonderes Anliegen ist den Initiatoren der Wettbewerb, der gemeinsam mit dem Kölner Spieledienstleister Turtle Entertainment organisiert und durchgeführt wird. Außerdem suche man speziell auch den Kontakt zu anderen bereits etablierten Festivals wie der Veranstaltung "Amaze" in Berlin, wie Projektleiterin Can Mileva Rastovic . Allerdings kostet die Veranstaltung Eintritt. 20 Euro sind hier zu entrichten, dafür aber gibt es neben dem umfangreichen zweitägigen Programm auch noch die Kongressparty inklusive. Der Besuch des Kongresses "Clash of Realities" ist hingegen über alle drei Jahre kostenfrei. Hier hoffen die Initiatoren auf rund 500 Gäste – wie in den Vorjahren. Esch rechnet für seine Veranstaltung mit 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Vergleichswerte gebe es aber nicht, denn schließlich feiert diese Veranstaltung in diesem Jahr Premiere.

Anders die Situation des Kongresses "Clash of Realitites". In seiner inzwischen dritten Veranstaltung bieten die beiden FH-Institute für Medienforschung und Medienpädagogik sowie das neue "Gamelab" an der FH. Die Leiter der beiden Institute, die Professoren Winfried Kaminski und Björn Bartholdy betonten hingegen den eher wissenschaftlichen Ansatz ihrer Veranstaltung, an der auch das Spieleunternehmen EA als Co-Veranstalter mitwirkt. Dass die Veranstaltung keineswegs eine Jubelveranstaltung für eine neue Branche mit Zukunft ist, macht die Agenda und die Liste der dort vertretenen Wissenschaftler deutlich. So wird unter anderem der Wissenschaftler Marc Griffiths auftreten. Der Brite gilt als weltweit führender Experte in Sachen Spielesuchtforschung. Eine Wissenschaftlerin wird sich in einem weiteren Vortrag mit den Ego-Shootern auseinander setzen, so Kaminski weiter. Das Spiel wird deutlich häufiger von männlichen denn von weiblichen Protagonisten gespielt. Dass gleichzeitig auch die Spieleindustrie einem stetigen Veränderungsprozess unterliegt, ist für Bartholdy ein Wesensmerkmal. "Es gibt immer mehr independant developers, die dezentral und über das Medium Internet an der Entwicklung von Spielen arbeitet", erklärte Bartholdy. Auch nach Meinung von EA-Spressesprecher Lorber ein Mega-Trend. "Gamer haben heute wesentlich mehr Möglichkeiten, ihre eigene Spieleumgebung zu gestalten", so Lorber. Zusammen mit den Trends neuer intuitiver Bedienelemente sowie der Einzug der Spiele in die "social communities" sind weitere Entwicklungen, mit denen sich Unternehmen wie EA auseinander setzen müssen. Für Medienforscher Kaminski ein Grund, auch diese Aspekte in das Kongressprogramm aufzunehmen. "Das ist eine neue Populärkultur mit Ausstrahlungen in andere Medien hinein. Da müssen wir mithalten", so Kaminski abschließend.

Weitere Informationen zu den beiden Veranstaltungen finden Sie auf den entsprechenden Internetseiten: www.nextlevel-conference.org und www.clashofrealities.de.







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