26. 05. 2012
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Digitale Wirtschaft wächst weiter und wird wachsen
Die Online-Branche boomt. Diese Erkenntnis ist nicht neu und doch erfreulich, zumindest aus Sicht des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft BVDW. Die Verantwortlichen des Branchenverbandes gaben am gestrigen Donnerstag eine überaus zuversichtliche Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung ab. Die digitale Wirtschaft wird dabei weiterhin eine der Lokomotiven innerhalb der deutschen Wirtschaft sein, mit zunehmendem Einfluss auf die Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt. So hat die digitale Wirtschaft in Deutschland bereits im vergangenen Jahr erstmals die Umsatzmarke in Höhe von 100 Milliarden Euro überschritten. Für das aktuelle Jahr 2011 prognostiziert die Branche ein Umsatzwachstum von über acht Prozent auf bis zu 110 Milliarden Euro. Für 2012 werden sogar bis zu 120 Milliarden Euro Umsatz erwartet. Dies geht aus den ersten Ergebnissen der Studie "Die Digitale Wirtschaft in Zahlen von 2008 bis 2012" hervor, die vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. gemeinsam mit dem Rhein-Ruhr Institut für angewandte Systeminnovation (RIAS) e.V. durchgeführt wurde.
Entsprechend positiv wirkt sich die Umsatzentwicklung auf den Arbeitsmarkt aus. Aktuell schätzt der Verband, dass bundesweit 364.000 Erwerbspersonen in der digitalen Wirtschaft arbeiten und ihr Einkommen erlösen. Im kommenden Jahr könnte diese Zahl um weitere 26.000 anwachsen, vorausgesetzt die optimistischen Umsatzprognosen bewahrheiten sich. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre – und trotz Krise – wuchs die digitale Wirtschaft jedes Jahr um 7,85 Prozent, wie der BVDW ermittelte. "Wir bewerten die gesamte Entwicklung der Umsätze und Beschäftigtenzahlen in der digitalen Wirtschaft als äußerst positiv. Entgegen dem allgemeinen Negativtrend hat sich unsere Branche als krisenfest und hochdynamisch präsentiert. Auch für die nächsten Jahre gehen wir von einem stetigen Wachstum aus, sodass die digitale Branche zu einer tragenden Säule der deutschen Wirtschaft wird", erklärte BVDW-Präsident Arndt Groth, hauptberuflich bei der Adconion Media Group in verantwortlicher Position tätig.
2010 hat nach der gemeinsamen Studie die digitale Wirtschaft einen Jahresumsatz in Höhe von 101,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die jährlichen Wachstumsprognosen in Höhe von neun Prozent sind zwar insgesamt optimistisch, aber realisierbar, wie die Verbandsverantwortlichen durchblicken ließen. Ihr Optimismus gründet sich auf den derzeit positiven Konjunkturprognosen der Konjunkturforscher, die trotz diverser Risiken auch für das kommende Jahr von einem weiterhin robusten Wachstum ausgehen. Die drei Hauptbereiche der digitalen Wirtschaft teilen sich in Service Access (27,67 Milliarden Euro Umsatz), Anwendung und Services (31,63 Milliarden Euro Umsatz) sowie der Bereich der End-User-Interaktion, der mit 42,59 Milliarden Euro Jahresumsatz noch immer den größten Umsatzanteil auf sich vereinen konnte. Im Bereich Service und Anwendungen trauten die Verbandsverantwortlichen die höchsten Wachstumsraten zu. Der Einfluss der digitalen Wirtschaft ist aber noch deutlich größer. "Neben der Erzeugung der eigenen Wertschöpfung übt die digitale Wirtschaft eine starke Hebelwirkung für die Gesamtwirtschaft aus. Mit einem Euro Umsatz in ihren Kernbereichen werden Transaktionen von acht bis neun Euro im Bereich des E-Commerce ermöglicht", so Dr. Joachim Hafkesbrink, Geschäftsführender Vorstand beim RIAS abschließend. Diese Umsätze kommen folglich auch der Gesamtwirtschaft zugute.

























