26. 05. 2012
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Eco-Verband sieht keinen Engpass bei IP-Adressen
Wer im Internet eine Seite einrichtet, bekommt dazu in der Regel auch eine IP-Adresse zugewiesen. Obwohl die für die Vergabe solcher IP-Adressen zuständige US-Behörde Internet Assigned Numbers Authority (IANA) nun die letzten IP-Adressblöcke nach dem alten Standard IPv4 vergeben hat, droht dem World Wide Web kein Engpass. Darauf machte in der vergangenen Woche der deutsche Verband der Internetwirtschaft eco aufmerksam. Empfänger der IP-Blöcke sind die "regional Internet registries", die diese wiederum an die Provider, an Großunternehmen sowie an Organisation verteilen. Von dort werden sie an die Internet Service Provider, Großunternehmen und Organisationen vergeben. Diese sollten jetzt dringend ihre Systeme für den neuen Standard IPv6 rüsten, forderte der eco-Verband in seiner Stellungnahme.
"Bei der Vergabestelle für den europäischen Raum, RIPE, dürfte dieser letzte Block dann noch für ein bis zwei Monate reichen. Wie lange die Provider damit auskommen, hängt von der Vergabegeschwindigkeit ab", erklärte Prof. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft. "Wer mit neuen Technologien wie beispielsweise Heimvernetzung, intelligentem Gebäudemanagement oder Internet der Dinge arbeiten will, sollte sofort auf den neuen Standard umstellen." Gleichzeitig rät Rotert den Unternehmen, ihren Bestand an IP-Adressen zu schützen: Um dem illegalen Handel mit solchen IP-Adressblöcken zu verhindern, sollten Unternehmen ihren Bestand gegen Diebstahl absichern, empfiehlt der Internetexperte.
IP-Adressen sind die Absender- und Empfängerinformationen, um Datenpakete im Internet zuzustellen. Ohne IP-Adresse würde keine E-Mail und keine Website ihren Weg zum Internetnutzer finden. Der neue Adressstandard im Internet war notwendig geworden, um dem steigenden Bedarf an IP-Adressen gerecht zu werden. Mit dem alten IPv4-Protokoll könnten noch nicht einmal Indien und China vollständig mit IP-Adressen versorgt werden. Zukünftig werden auch zunehmend mehr Geräte eine eigene IP-Adresse benötigen, zum Beispiel Stromzähler, die automatisch abgelesen werden sollen (Smart Grid). Mit IPv6 stehen 340 Sextillionen Adressen zur Verfügung, das sind 600 Billionen IP-Adressen pro Quadratmillimeter Erdoberfläche, so der Verband abschließend.

























