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26. 05. 2012
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Internetverband richtet Callcenter für Botnetz-Infektionen ein


09.12.2009 04:35 von:

Schlagwörter: Köln,eco,Internetverband,Botnetz,infiziert,Computer,Hacker,Internet,Virus,Servic

Infizierte Botnetze sind ein großes Problem in Deutschland. Nun soll Abhilfe geschaffen werden. Symbolbild: pixelio.de/Thorsten Freyer

Der in Köln ansässige Internetverband eco will die Sicherheit des Internets erhöhen. In der Vergangenheit waren infizierte Botnetze, verknüpfte Rechner, häufig für Computer- und Netzwerkausfälle verantwortlich. Illegale Botnetze können mit synchron ausgeführten Angriffen ganze Firmenserver lahm legen. Über Massen-E-Mail erhalten die Betreiber solcher Botnetze die notwendigen Informationen über den PC des Opfers. Der Internetverband will nun für seine Mitgliedsunternehmen eine zentrale Beratungsstelle einrichten. Im Internationalen Vergleich rangiert Deutschland an Nummer drei der Länder mit den meisten infizierten Rechnern, so die offiziellen Statistiken. Wie der Verband am gestrigen Dienstag auf dem vierten nationalen IT-Gipfel in Stuttgart verkündete, soll das Zentrum "providerübergreifend" und "mit telefonischer Unterstützung" arbeiten. Kunden von Internet Service Providern sollen so zukünftig professionelle Unterstützung erhalten, wie sie Schadprogramme von ihren Rechnern entfernen, hieß es dazu von Verbandsseite.

"Bei der Bekämpfung von Botnetzen ist Kooperation unabdingbar. Mit dieser Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft schaffen wir ein effektives Bündnis, um die Verbreitung von Schadprogrammen einzudämmen. Mit dem Projekt entziehen wir den Cyberkriminellen den Boden", sagt der eco Vorstandsvorsitzende Prof. Michael Rotert. "Die von der Bundesregierung und Unternehmen angestoßenen Sensibilisierungsmaßnahmen zeigen Wirkung, das Sicherheitsbewusstsein bei der Bevölkerung wächst. Jetzt kommt es darauf an, konkrete Hilfsangebote zu machen", ergänzte Dr. Lothar Eßer, Referatsleiter beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im Rahmen des zentralen Beratungszentrums werden Internet-Zugangsanbieter Kunden, deren Rechner sie als Teil eines Botnetzes identifiziert haben, zunächst auf eine Website leiten, die ihnen Hilfestellungen und Tools zum Entfernen der Malware bereitstellt. In einem zweiten Schritt kann der Provider dem Kunden einen Zugangscode für die telefonische Unterstützung mitteilen. Dort werden Anti-Viren-Spezialisten mit dem Kunden den Schädling aufspüren und entfernen. "Mit dem Projekt möchten wir Deutschland mittelfristig aus den Top 10 der Länder, von denen schädliche Online-Aktivitäten ausgehen, herausbringen", sagt Sven Karge, Fachbereichsleiter Content bei eco.







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