26. 05. 2012
Seite drucken
Kölner Dienstleister und Fraunhofer entwickeln neues Tool zur Mailverwaltung
Betriebe kennen das Problem. Wer die Pandora-Box zum elektronischen Geschäftsverkehr geöffnet hat, wird das Phänomen des wachsenden E-Mail-Verkehrs samt seiner Auswüchse kennen. Immer mehr Korrespondenz geht über den schnellen und kostengünstigen Kommunikationskanal Mailing und sorgt damit auf Seiten von Empfängern und Sendern gleichermaßen für zusätzliche Speicher- und Betreuungsbedarf. Eine neue Technologie soll dies ändern. Das Kölner Software- und Internetunternehmen ITyX und Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS haben eine neue Technologie zur selbstlernenden Fachdaten-Extraktion entwickelt und in der vergangenen Woche bekannt gegeben.
So soll die neue Technologie die Erkennungsrate notwendiger Angaben aus Briefzusendungen aus Briefzusendungen erhöhen und so die Eingangspostverarbeitung zu beschleunigen. Das Fraunhofer IAIS und die ITyX haben eine Lösung zur automatischen Extraktion so genannter Fachdaten entwickelt. Zu den Fachdaten gehören neben Kundennummern auch Adressdaten oder Produktinformationen, die für die Bearbeitung schriftlicher Anfragen notwendig sind. Mit Hilfe der nun erhältlichen Lösung kann ein Unternehmen die Eingangspost daraufhin überprüfen, ob und an welcher Stelle in einer Zusendung die notwendigen Fachdaten enthalten sind. Bisherige Lösungen waren nicht in der Lage eigenständig, ohne Regelwerke und Zusatzinformationen, bspw. zwischen einer Kundennummer und einer ähnlich aussehenden Telefonnummer zu unterscheiden. Im ungünstigsten Fall führten falsch erkannte Fachdaten zu teurer und zeitaufwändiger Nachbearbeitung.
"Mit den neuen intelligenten Verfahren lassen sich die Raten für die Fachdaten-Extraktion - insbesondere bei Freitexten - deutlich erhöhen ohne hierbei unzählige Regelwerke entwickeln zu müssen" betonte ItyX-Vorstand Süleyman Arayan. "Die Erweiterung der bewährten ITyX-Lösungen zeigt, wie aufgeschlossene KMUs ihre Produkte technologisch abrunden können, ohne diese zeit- und kostenintensiv selbst zu entwickeln" so Frau Dr. Melanie Gnasa, Leiterin der Gruppe Text Mining am Fraunhofer IAIS. Beide Seiten arbeiten bereits seit längerer Zeit in dieser Angelegenheit zusammen.

























