26. 05. 2012
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Monitor deckt Datenskandal bei Facebook auf
Deutschland hat einen neuen Datenskandal. Möglicherweise ist das, was die Reporter des ARD-Magazins "Monitor" weitreichender als so manch anderer unsachgemäßer Gebrauch von persönlichen Daten in der Vergangenheit. Der Vorwurf: Die Anbieter der Socialmedia-Plattform Facebook haben unverschlüsselte Passwörter im Internet übertragen. Wie das Magazin in der Sendung am Donnerstag berichtete, geht es um Passwörter, die Nutzer eingeben, wenn sie von Facebook aus auf ihren E-Mail-Account zugreifen wollen. Experten des Institutes für Internet-Sicherheit der Fachhochschule Gelsenkirchen haben für "Monitor" diese Datenflüsse sichtbar gemacht. Gemeint ist die Funktion "Freunde suchen", die häufig genutzt wird.
Die Informatiker stellten fest, dass die Verantwortlichen des Online-Netzwerks die Zugangsdaten zu Skype, Instant Messenger- oder E-Mail-Diensten unverschlüsselt übertragen. "Damit sind kriminelle Organisationen in der Lage, Passwörter mitzulesen und sich so Zugang zu den Mail-Accounts zu verschaffen," erklärte Prof. Norbert Pohlmann von der Fachhochschule Gelsenkirchen gegenüber "Monitor". Der Informatikexperte forderte eine sofortige Reaktion des Betreibers. "Das ist fahrlässig", so seine Schlussfolgerung. Die Versprechungen der Verantwortlichen lesen sich anders. In seinen Datenschutzrichtlinien verspricht Facebook seinen weltweit rund 400 Millionen Nutzern: "Wenn Du vertrauliche Daten, wie zum Beispiel Kreditkartennummern und Passwörter, eingibst, werden diese Informationen mithilfe der SSL-Technologie (Secure Socket Layer) von uns verschlüsselt."

























