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26. 05. 2012
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Netcologne erhält Zuschlag für Kölner Top-Level-Domains


16.01.2012 19:30 von:(red)

Schlagwörter: Top-Level-Domain,TLD,Netcologne,Ausschreibung,Registrar,ICANN,Koeln

Die Stadt Köln wird möglicherweise ab dem kommenden Jahr zwei neue Internetendungen erhalten. Die städtische Tochtergesellschaft Netcologne hat nun den Zuschlag erhalten. Symbolbild: www.pixelio.de/Markus Wegner

Die Internetendungen „.koeln“ und „.cologne“ sind so genannte Top-Level-Domains oder kurz TLDs. Nach der Ausschreibung hat nun die stadtnahe Telekommunikationsgesellschaft Netcologne den Zuschlag als Registrar der neuen TLD erhalten. Die ursprüngliche Bewerbung um die Endung „.koeln“ hatte die Stadt als Auslober des gesuchten Dienstleisters um die TLD „.cologne“ erweitert. Nun hat die 100-prozentige Tochter des Stadtwerke-Konzerns rund drei Monate Zeit, die Bewerbungsunterlagen und die geforderten Regularien, unter anderem die Zahl eines niedrigen sechsstelligen Betrages an die US-amerikanische Organisation ICANN zu überbringen. Am 12. April 2012 endet diese Frist. Mit der gewonnenen Ausschreibung und einem „Letter of Support“ kann sich Netcologne nun um die Zuteilung bemühen, nachdem die ICANN im vergangenen Jahr Grünes Licht für neue TLDs gegeben hatte.

Neue Endungen für neue Möglichkeiten im Web

Experten sind davon überzeugt, dass die Einführung neuer TLDs auf regionaler, städtischer, aber auch unternehmerischer Ebene zukünftig ihren Platz in der Internetwirtschaft finden wird. „Die auf den Stadtnamen lautenden sogenannten Top-Level-Domains bieten für die Stadt, die hier lebenden und handelnden Menschen und Organisationen sowie die Wirtschaft die Chance, sich auch im Internet noch stärker als bisher mit wirtschaftlichen und kulturellen Stärken und Besonderheiten präsentieren zu können und den regionalen Bezug zu betonen. Darüber hinaus bietet die „kölsche Endung“ auch die große Chance, Köln im Internet stärker als Marke zu etablieren“, erläutert die Stadtverwaltung die Bedeutung dieses Schrittes. Bis die neuen Endungen tatsächlich genutzt und eingerichtet werden können, wird es aber noch einige Monate dauern. Zunächst wird die ICANN die Bewerbungsunterlagen sichten und auswerten. Für den privaten Endkunden, aber auch für Unternehmen, Vereine und Organisationen wird wohl mindestens noch ein Jahr ins Land gehen, bis die ersten Webseiten mit der neuen Endung online sind.

Die Erwartung der Stadtverantwortlichen ist groß. Sie sehen „einen bedeutenden wirtschaftlichen und relevanten Standortvorteil für Köln, der den Kölner Unternehmen und Institutionen bessere Möglichkeiten bietet, im Internet international präsent und schnell auffindbar zu sein“, hieß es in der heutigen Pressemitteilung weiter. Zugleich kommt die Stadt Köln bei ihren Bemühungen um die Markenbildung der Domstadt ein Stück weit voran. Die Bewerbungsphase startete im November 2011. Zuletzt hatte die Jury zwei Bewerbungen zu beurteilen. Nach der Entscheidung hatte die Stadt Köln mit ihrer Tochtergesellschaft einen Vertrag unterzeichnet, der die rechtlichen und finanziellen Regelungen festlegte, hieß es dazu abschließend.







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