26. 05. 2012
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Online-Werbemarkt legt trotz Krise zu
Der Online-Werbemarkt ist im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gewachsen. Die Bruttowerbeinvestitionen alle Online-Medien in Deutschland sind demnach auf rund 4,1 Milliarden Euro angewachsen, wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) am heutigen Donnerstag bekannt gab. Damit hat das Werbemedium Internet mit einem Marktanteil von 16,5 Prozent am gesamten deutschen Werbemarkt inzwischen den dritten Rang unter den Werbemedien in Deutschland erobert, wie der Verband weiter meldete. Durch das Wachstum des vergangenen Jahres habe man die Publikumszeitschriften vom Platz auf dem Podium verdrängt. Fernsehen und Tageszeitungen bleiben jedoch nach ihrem Werbevolumen noch deutlich vor den Online-Medien, hieß es dazu weiter. Der Online-Vermarkterkreis geht auch für das laufende Jahr von einem weiteren Wachstum aus, das soll mit 14 Prozent sogar noch etwas stärker ausfallen als im vergangenen Jahr, so die optimistische Prognose des BVDW.
Auch beim Nettowachstum wird es im laufenden Jahr ein deutliches Wachstum geben, die Prognosen des BVDW sehen einen Anstieg des Werbevolumens zwischen fünf und sechs Prozent. "Auch in diesem Jahr wird sich die klassische Markenkommunikation weiter in den Online-Bereich verlagern. Es ist kein Geheimnis mehr, dass vor allem Display-Werbung im Internet Markenwerte positiv beeinflusst. Dies wird der OVK im Laufe des Jahres anhand einer Werbewirkungsstudie untermauern", ergänzt Arne Wolter von G+J Electronic Media Sales und zugleich stellvertretender Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises OVK. Unter den verschiedenen Segmenten bleibt die klassische Online-Werbung mit 2,17 Milliarden Euro Umsatz weiterhin führend. Es folgen das Suchwortmarketing mit einem Werbevolumen in Höhe von 1,62 Milliarden Euro und dem Affiliate Marketing, dass es im vergangenen Jahr erstmals auf über 300 Millionen Euro an Umsätzen brachte. Die höchsten Zuwachsraten erzielte auch im vergangenen Jahr die Bewegtbild-Werbung. Video-Ads (+ 160 Prozent) und Wallpaper (+ 65 Prozent) legten überdurchschnittlich zu, wie der Vorsitzende des OVK, Paul Mudter von IP Deutschland, abschließend bestätigte. Insgesamt werde sich das überdurchschnittliche Wachstum auch in diesem Jahr weiter fortsetzen, sind sich die Werbeexperten sicher. In immer mehr Branchen erreichen die Online-Medien inzwischen zweistellige Marktanteile an den Werbeetats. In einigen Branchen ist es bereits jeder vierte Werbe-Euro, der in Onlinewerbung investiert wird, wie zum Beispiel im Bereich Computer und Büro. Nachholbedarf sehen die Experten hingegen in den Branchen Automobil, Handel & Versand, Körperpflege sowie – etwas überraschend – die Medien. In zwei, spätestens aber drei Jahren soll das Internet dann auch die Tageszeitungen überholt haben. "Der Abstand zu den Zeitungen beträgt schon jetzt weniger als fünf Prozent und wird schon 2010 weiter schrumpfen", so Mudter abschließend.
Den kompletten OVK Online-Report 2010/01 mit allen Zahlen zum Online-Werbemarkt 2009 finden Sie als PDF-Dokument unter: www.bvdw.org.

























