26. 05. 2012
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Prognose: Internet sorgt für Wachstum in der Medienbranche
Das Medium Internet wird noch immer von vielen Verlagshäusern als Bedrohung angesehen. Zehn Jahre nach dem ersten Überfall auf die Schatzkammern der Zeitungsverlage, die Rubrikenmärkte für Jobs, Autos und Immobilien, scheint die Angst vor dem Mysterium Internet einer nüchternen Kosten-Nutzen-Analyse gewichen zu sein. Vorbei sind die Zeiten, in denen Millionen von Euro in Geschäftsmodelle und damit in die Taschen der Initiatoren geflossen sind, die sich nicht wirklich erfolgreich am Markt etablieren konnten. Ein solches Phänomen ist der so genannte „smart shopper“, der innerhalb von Hundertstel Sekunden über das Wohl und Wehe von Geschäftsmodellen durch seine Kaufentscheidung bestimmt. Da sich die Entwicklung des World Wide Webs und seiner „Hotspots“ nicht mehr zurückdrehen lässt, muss also die Frage beantwortet werden, wie sich das Wachstum des Internetmarktes auch für die anderen Medienschaffenden und –unternehmen nutzen lässt.
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricawaterhouseCoopers (PwC) hat sich ebenfalls mit dem Medium Internet und seiner Wachstumsaussichten auseinander gesetzt und kommt zu dem Schluss: „Das Glas ist (mindestens) halb voll!“ Übersetzt in die Sprache der Medienmarktforscher bedeutet das. Bis zum Jahr 2015 wird das Internet in seiner Bedeutung als Werbemedium weiter zunehmen und möglicherweise bereits in diesem Jahr das Fernsehen als wichtigstem Werbemedium abgelöst haben. Selbst in der bisher größten Wirtschaftskrise im Jahr 2009 gab es bei der Onlinewerbung einen Zuwachs, wenn auch nur im einstelligen Prozentbereich. Wenn aber andere Werbemedien bisweilen im zweistelligen Prozentbereich verlieren, dann setzt man eben deutlich schneller zum Überholen an als ursprünglich berechnet. So katapultierte sich das Internet als Werbemedium in den Jahren 2009 und 2010 in relativ kurzer Zeit vom vierten auf den zweiten Platz der Werbemedien. Das verändert aber nicht nur die Medienlandschaft und ihre Akteure. Zugleich erzeugt die immer tiefere Durchdringung des täglichen Lebens durch das Internet aber auch ein Gefühl der Unsicherheit und Abhängigkeit. Doch die Chancen überwiegen, sagen die Medienexperten von Pwc.
So wird nach Ansicht der Auguren das durchschnittliche jährliche Wachstum bis 2015 auf 2,9 Prozent stabilisieren. Die Unterhaltungs- und Medienbranche wird dann auf ein Gesamtvolumen von 68 Milliarden Euro an Umsatz angewachsen sein, fanden die Autoren der Studie "German Entertainment and Media Outlook: 2011-2015" heraus. "Die rasante Entwicklung mobiler Endgeräte treibt die Nutzung des World Wide Web für unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensbereiche der Kunden voran. Gleichzeitig profitiert die Onlinewerbung von der anhaltenden Verlagerung der Werbebudgets in die Onlinemedien", kommentierte Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC in Deutschland, abschließend. Innerhalb der Internetsegmende wird di Bedeutung der sozialen Netzwerke weiter zunehmen, so die Experten. Schon heute sind rund 15 Prozent aller Internet-Surfer regelmäßige Besucher von Facebook, Twitter & Co..
Weitere Informationen zur aktuellen Untersuchung von PwC finden sie auch im Internet unter: www.pwc.de.

























