26. 05. 2012
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Stadt Köln erhält Auszeichnung für barrierefreies „Intranet“
Die Stadt Köln hat in dieser Woche eine Auszeichnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erhalten. Mit dem „Leuchtturm“ wurden die Bemühungen der Stadt gewürdigt, Barrierefreiheit auch in der internen Kommunikation im städtischen Intranet herzustellen. Darüber sind mehr als 13.000 Menschen mit einander verbunden. Die Kölner Verantwortlichen erhielten die Auszeichnung am Rande einer Fachtagung in der Hansestadt Hamburg. Neben Köln erhielten auch die Deutsche Post AG, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Freie und Hansestadt Hamburg, der norddeutsche und der hessische Rundfunk sowie die Münchner Uniklinik den „Leuchtturm“.
„Ein barrierefreies IntraNet ist kein Selbstzweck. Nicht nur sehbehinderte städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben etwas davon, auch alle übrigen Beschäftigten. Je nutzerfreundlicher ein verwaltungsinternes Web ist, umso einfacher und schneller kann eine Verwaltung bei Zugriff auf dieses Instrument arbeiten“, begründete Stadtdirektor Guido Kahlen die Bemühungen seiner Stadtverwaltung. Die Blinden- und Sehbehinderten-Selbsthilfeorganisationen hatten das Projekt „VIK@work“ initiiert, um so auf die besonderen Herausforderungen des schwellenfreien Zugang zum World Wide Web auch für Menschen und Mitarbeiter hinzuweisen. Der Projektname steht dabei für „barrierefreies informieren und kommunizieren“.
Zehn Jahre Bemühen um barrierefreie Zugänge zum neuen Medium
Barrierefreiheit ist inzwischen gesetzlich vorgeschrieben und somit für den Internetauftritt von Städten und Gemeinden verpflichtend vorgeschrieben. Das betrifft einerseits die Gestaltung der Internetseiten, zum Beispiel mit Lupen- und Vorlesefunktionen, andererseits die Ausstattung des PCArbeitsplatzes, so dass Menschen mit unterschiedlichster Behinderung dennoch einen leichten Zugang zu Informationen finden können. Die Bemühungen der Stadt, in diese Richtung aktiv zu werden, begannen bereits im Jahr 2002 mit einer „Integrationsvereinbarung“ zwischen Gesamtpersonalrat und der Gesamtvertrauensperson schwerbehinderter Menschen. Zunächst behalfen sich die Verantwortlichen mit einer barrierefreien Textversion des Intranets, ehe im Jahr 2009 die nächste Stude der Barrierefreiheit eingeführt wurde, wie das städtische Presseamt mitteilte.
Federführende Dienststelle bei der Umsetzung der Konzeption ist dabei Amt für Informationsverarbeitung. Dessen Leiter, Prof. Andreas Engel, betonte die Komplexität der Materie, aber auch eine gewisse Konsequenz, um schließlich doch zum Ziel zu gelangen. „Gerade beim Einstieg in die Barrierefreiheit spielt die ‚Sensibilisierung’ eine große Rolle, damit alle die Wichtigkeit des Themas erkennen und für die tägliche Arbeit im Kopf haben“, erklärte Engel. Auf dieser Basis schloss die Stadt im März 2009 einen Beratervertrag mit der Initiative ab, um so bei der Umsetzung der Barrierefreiheit im Netz die Bedrfünisse der Zielgruppe in die eigenen Planungen einzubeziehen.
Aber auch nach der Einführung der entsprechenden Softwareversionen hört die Arbeit nicht auf. Wie die Stadt betonte, werden auch weiterhin in regelmäßigen Abständen Messungen durchgeführt. Außerdem gibt es in der Kölner Stadtverwaltung ein hauseigenes Schulungszentrum, dass zum Beispiel bei der Herstellung barrierefreier pdf-Dokument Hilfestellung gibt. Das gilt auch für sämtliche Formulare, die sich im städtischen Intranet sowie auf der Internetseite selbst befinden, hieß es dazu abschließend.

























