26. 05. 2012
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Studie: Facebook ist das Online-Netzwerk Nummer 1
Führungswechsel an der Spitze der Online-Netzwerke. In ihrer aktuellen Untersuchung haben die Marktforscher des Kölner Unternehmens YouGovPsychonomics AG die am häufigsten benutzten sozialen Online-Netzwerke in Deutschland untersucht. Ergebnis: Die beiden Spitzenreiter des Jahres 2008 studiVZ und MySpace haben kräftig einbüßt, neuer Spitzenreiter ist nun auch in Deutschland der Anbieter Facebook. Das ist das Ergebnis der Studie "Social Network Barometer 2010". In einer repräsentativen Umfrage hatte das Institut im Dezember vergangenen Jahres rund 2000 Internetnutzer ab 16 Jahren zu ihrem Nutzerverhalten befragt. Insgesamt erfreuen sich die Plattformen aber weiterhin einer wachsenden Beliebtheit, der grundsätzlich positive Trend hält demnach an. Der US-amerikanische Anbieter, der nach jüngsten Medienberichten nun auch über eine professionelle Vermarktung seines gewaltigen Pools von gespeicherten Teilnehmern und Adresse (weltweit rund 350 Millionen) nachdenkt, hat damit die beiden ehemals führenden Netzwerke von der Spitze verdrängt.
Im Jahr 2008 gaben 80 Prozent der Befragten Internetnutzer an, in mindestens einem "social network" aktiv zu sein. Im vergangenen Jahr erhöhte sich diese Quote sogar auf rund 90 Prozent. Zugleich erhöhte sich der Anteil derer, die Grundwissen über zwei bis vier solcher Online-Netzwerke haben, von 52 auf 55 Prozent. Gesunken ist hingegen die Zahl derjenigen, die sich lediglich mit einem Anbieter auskennen, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Der bereits erwähnte Führungswechsel bezieht sich dabei auf die Bekanntheit der Marke. Lag studiVZ im Jahr 2008 mit einem Bekanntheitsgrad von rund einem Drittel noch an der Spitze, konnte Facebook innerhalb nur eines Jahres eine fulminate Auf- und Überholjagd starten. Zwar stieg auch die Bekanntheit von studiVZ binnen eines Jahres auf 41 Prozent an. Allerdings kennen inzwischen mehr als die Hälfte aller befragten Internetnutzer das Netzwerk Facebook, vor einem Jahr betrug dieser Anteil gerade einmal 16 Prozent. Verlierer in dieser Untersuchung ist der Anbieter MySpace, der mit unverändert 19 Prozent Bekanntheitsgrad vom zweiten auf den fünften Rang zurückfiel. Wer-kennt-wen schaffte in der aktuellen Studie den Sprung auf Rang 3 mit einem Bekanntheitsgrad von 24 Prozent. SchülerVZ belegt trotz eines Anstiegs von 16 auf 20 Prozent nur Rang vier in der aktuellen Rangliste, so die Autoren der Studie weiter.
Folgerichtig zur immer größer werdenden Durchdringung nimmt die Zahl derer ab, die sich dem Megatrend soziale Online-Netzwerke weiterhin entziehen. Nach rund einem Drittel verringerte sich der Anteil dieser Gruppe unter den Befragten auf 23 Prozent Ende vergangenen Jahres. 18 Prozent der Befragten gaben bei der Untersuchung an, in gleich drei der genannten Netzwerke aktiv zu sein und einen eigenen Account zu besitzen. Den größten Mitgliederzuwachs verzeichnet das Netzwerk facebook, das von einer Mitgliederquote von 14 Prozent der Befragten im Jahr 2008 (Platz 7) auf 40 Prozent der Internetnutzer schnellte und damit aktuell Rang 1 der Online-Netzwerke belegt. Stayfriends landet mit geringem Abstand auf Platz 2, gefolgt von wer-kennt-wen. Die im Jahr 2008 zweit- beziehungsweise drittplatzierten studiVZ und MySpace verloren dagegen prozentual deutlich und rutschten auch in dieser Statistik ab. So sank beispielsweise die Mitgliedsquote im Netzwerk studiVZ von 29 Prozent in 2008 auf nur noch ein Viertel im vergangenen Jahr ab. Eine ähnliche Entwicklung beobachteten die Marktforscher im Ranking der beliebtesten und am häufigsten genutzten Netzwerke. Lag studiVZ im Jahr 2008 mit 22 Prozent noch knapp vor StayFriens mit 20 Prozent, so konnte auch hier Facebook mit 20 Prozent die beiden Kontrahenten deutlich hinter sich lassen. Wer-kennt-wen gelang mit 18 Prozent im vergangenen ebenfalls eine Verbesserung um einen Rang.
"Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Netzwerke in der Breite der Internetnutzerschaft angekommen sind. Ein deutlicher Beleg hierfür ist das Wachstum von facebook, das zielgruppenspezifischen Portalen wie StudiVZ, SchülerVZ oder Xing mittlerweile deutlich den Rang abläuft. Nicht unwesentlich für den Erfolg von facebook dürfte außerdem die deutlich stärkere internationale Ausrichtung sein. Es wird interessant sein, mit welcher Strategie die deutschen Platzhirsche dieser Entwicklung begegnen werden", kommentierte Holger Geißler, Vorstand der YouGovPsychonomics AG, die Ergebnisse der aktuelle Studie.
Die Präsentation der Studienergebnisse des aktuellen Branchenbarometers finden Sie als pdf-download im Internet unter: www.psychonomics.de.

























