24. 05. 2013
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Götz Alsmann wird 50
In seinem Bühnenprogramm
interpretiert er vor allem Lieder der Wirtschaftswunderjahre im
Jazz-Stil. Alsmann gilt nicht zuletzt aufgrund dieser Begabungen als
Multitalent. Viele Wochen im Jahr geht er mit der eigenen Band im
deutschsprachigen Raum auf Tournee, spricht Hörbücher, moderiert
Sendungen im Radio und Fernsehen, singt, textet, komponiert. Und
überall ist er der Mann am Klavier. Am 12. Juli nun wurde Alsmann 50
Jahre alt.
„Ich bin jemand, den der Erfolg erst spät in einer langen Laufbahn
eingeholt hat“, ließ der Künstler erst kürzlich verlautbaren. Vor gut
einem Jahrzehnt kam der Durchbruch. Seitdem empfängt er regelmäßig in
der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Sendung „Zimmer frei“ im
WDR-Fernsehen mit Christine Westermann einen Gast zum Gespräch im
Ambiente einer Wohnküche. Musikalisch wird Alsmann und seine
vierköpfige Band in ihrem Bühnenprogramm auch weiterhin auf deutsche
Schlager setzen. Er hält an der Bezeichnung „Schlager“ fest, wenn auch
mit dem Zusatz „Jazz-Schlager“. „Ich denke, wir müssen uns das Wort
zurück erobern“, meint er freundlich und bestimmt. Denn in die
Kategorie fallen auch Lieder, die Sänger wie Hildegard Knef, die
Comedian Harmonists, Heinz Erhardt oder Bully Buhlan angestimmt haben.
Deutschsprachige Popmusik sei wieder häufiger im Radio zu hören, stellt
er erfreut fest. „Es kann nicht ignoriert werden, dass das Publikum es
hören will“.
Seit seiner Jugend in Münster hält Götz Alsmann an Haartolle
konservativer Kleidung fest. Inzwischen wurde er schon als
„Krawattenmann“ und „Brillenträger des Jahres“ gekürt. Seiner
westfälischen Heimat Münster ist Alsmann bis heute erhalten geblieben.
Unter anderem hat er für die Städtischen Bühnen eine populäre Revue
über den Schlagerkomponisten Michael Jary geschrieben. Das Stück geht
derzeit in die dritte Spielzeit. Neben der ARD-Anstalt WDR ist Alsmann
auch beim Zweiten aktiv. Seit 2005 moderiert der promovierte
Musikwissenschaftler im Fernsehprogramm des Mainzer Senders zwei Mal im
Jahr die Klassik-Show „Eine große Nachtmusik“. Dabei überzeugt Alsmann
als Mitspieler seiner Gäste: als musikalischer Begleiter an Klavier,
Banjo und Akkordeon.






















