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31. 10. 2014
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Konstantin Neven DuMont ist nicht mehr Herausgeber


23.11.2010 19:14 von:

Schlagwörter: Köln,DuMont Schauberg,2010,November,Konstantin Neven DuMont,Herausgeber,Kritik,B

Ein regelrechter Krimi findet derzeit in den Vorstandsbüros des Kölner Medienhauses DuMont Schauberg statt. Nun wurde Konstantin Neven DuMont von drei Herausgeberposten entbunden. Bild: DuMont Schauberg

Die Auseinandersetzung innerhalb des Kölner Medienhauses DuMont Schauberg sind in dieser Woche erneut Thema öffentlicher Auseinandersetzungen. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete, hat der Aufsichtsrat des Kölner Verlagshauses den Mitgesellschafter Konstantin Neven DuMont mit sofortiger Wirkung als Herausgeber von drei Zeitungen der Gruppe entbunden. Dies meldete der Verlag heute in den Dienstagsausgaben. Als Herausgeber der Frankfurter Rundschau war der einzige Sohn des Verlegers Alfred Neven DuMont bereits geschasst. Nun berief ihn der Aufsichtsrat der Kölner Mediengruppe den Verlagserben auch von seinen Funktionen bei den Zeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express" und "Mitteldeutsche Zeitung" ab.

Hauptursache sind nach verlagseigenen Angaben die Äußerungen des 40-Jährigen aus der jüngsten Vergangenheit. Er habe sich "in abträglicher und geschäftsschädigender Weise über das eigene Unternehmen in der Öffentlichkeit, einschließlich in Konkurrenzblättern", zitierte der Spiegel eine Mitteilung aus der Konzernzentrale. So habe der 41-Jährige häufiger gegen eine unternehmensinterne Absprache verstoßen, an der Öffentlichkeit nicht über Personalfragen zu diskutieren. Das habe nach Ansicht der Aufsichtsratsmitglieder für viel Verunsicherung innerhalb der eigenen Gruppe gesorgt. Die Entscheidung zur Abberufung sei somit "unabwendbar" gewesen, hieß es dazu weiter.

Seinen Anfang nahm die Auseinandersetzung, als der Verlagserbe auf einem Internetblog des Journalisten Stefan Niggemeier unter mehreren Alias-Namen über den eigenen Verlag und die Konkurrenz diskutierte. Auch mit sich selbst sollte er im Internet geredet haben, was der aber vehement verneinte. Offiziell hieß es, ein Unbekannter habe sich an seinem persönlichen PC auf dem Internetblog eingeloggt und habe die Mitteilungen dort eingestellt. Erst vor wenigen Tagen beurlaubte der Vorstand des Verlagshauses den Verlagserben, er wolle eine "kreative Pause" einlegen, hieß es. Die genaueren Umstände dieser Maßnahme sind jedoch weiter unklar. Zuletzt kritisierte der 41-Jährige sogar seinen eigenen Vater, den Verleger Alfred Neven DuMont. Er solle sich zurückziehen oder ihn sofort auszahlen, erklärte er in der konkurrierenden Kölner Ausgabe der Bild-Zeitung. Der Fall ist inzwischen sogar beim Deutschen Presserat publik. Das Kölner Verlagshaus wirft dem Springer-Verlag vor, mit den Berichten eine Kampagne gegen einen Konkurrenten führen zu wollen.







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