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17. 09. 2014
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Medienbranche: Die Hälfte startet mit unbezahlten Jobs


01.04.2010 17:32 von:

Schlagwörter: Medienbranche,Einstieg,Bezahlung,Praktikum,unbezahlt,Entgeltmodell

Aller Anfang ist schwer. Auf kaum eine andere Branche trifft dieser Satz so sehr zu, wie auf die Medienbranche. Häufig beginnt die berufliche Karriere als Journalist oder Kreativer mit einem Praktikum, in der Mehrzahl der Fälle unbezahlt. Das fand auch das Beratungsunternehmen Skillset heraus. In einer Umfrage unter Medienschaffenden gaben immerhin 44 Prozent der Befragten an, sie hätten zunächst ohne Bezahlung in der Medienbranche gearbeitet. Ein wichtiger Beweggrund für den Einstieg in die Medienbranche ohne Bezahlung ist das Prinzip "Wer kennt wen". Denn gerade in der Medienbranche ist das Empfehlungsmarketing weit verbreitet, so eine andere Erkenntnis der Studie. Dem will das britische Beratungshaus allerdings entgegen wirken und so eine vernünftige Bezahlung für Praktikanten in Medienberufen sorgen, erklärte der Chairman von Skillset, Clive Jones.

Allerdings wird es zunehmend schwieriger, in der Branche Fuß zu fassen, wissen die Marktforscher. Ob ihr Anliegen letztlich erfolgreich ist, hängt auch von der Selbstverpflichtung der Medienindustrie ab. Und hier gibt es eher schlechte Nachrichten. Nicht nur in Deutschland ist die unbezahlte Arbeit in Form eines Praktikums inzwischen fast der Normalfall. "Es drängt weit mehr Interessenten in die Medienbranche als es Arbeitsplätze gibt", erklärte auch die stellvertretende Pressesprecherin des Journalisten-Verbandes DJV, Eva Werner. Um dennoch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein auskömmliches Entgelt zu sichern, hat das in London ansässige Beratungsunternehmen nun eine "Best-Practise-Richtlinie" veröffentlicht, die anhand von Beispielen aus der Praxis eine leistungsgerechtere Entlohnung verschiedener Anstellungs- und Praiktika-Modelle ermöglichen soll. Die Initiatoren betonten dabei, dass sich das Vorhaben an Unternehmen aller Mediengattungen richtet.







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