20. 06. 2013
Seite drucken
"Schimi"-Darsteller Götz George wird 70 Jahre alt
Seine bekannteste und auch zeitlich längste Hauptrolle hat der Sohn
einer Schauspielerfamilie (Vater Heinrich George) mit der Rolle des
kauzigen Ruhrpott-Originals Schimanski.
Seit nunmehr 27 Jahren spielte der Duisburger Tatort mit dem
Schauspieler, in den Anfangsjahren mit seinem kongenialen
Berufskollegen , gespielt von dem inzwischen verstorbenen Eberhard
Feik. Die Figur, die anfangs die deutsche Fernsehnation tief spaltete,
ist damit derzeit die längste Serienfigur im deutschen Fernsehen. Für
die einen war er ein Idol, für die anderen ein „Rohling“ mit
aggressiven Tendenzen. So lernte auch die heutige WDR.-Intendantin
Monika Piel die fiktive Fernsehfigur damals kennen. Aber George, der
seinen internationalen Durchbruch in der Rolle des jugendlichen Helden
in zwei Karl-May-Filmen 1962 (Der Schatz am Silbersee) und 1966
(Winnetou und das Halbblut Apanatschi) schaffte, drehte 1981 seinen
ersten „Schimi“. Für seine Interpretation der Rolle des
Kriminalhauptkommissars wurde der Mime zum beliebtesten Schauspieler
Schauspieler George gehört zu den bekanntesten und profiliertesten
Fernseh- und Filmschauspieler. Zu seinen weiteren beruflichen
Highlights gehören Hauptrollen in Filmproduktionen wie „Schtonk“
(1992), aber auch als schwieriger Charakter (Der Sandmann, 1995)
abgrundtiefes Bösewicht (Der Totmacher, 1995) oder in amüsanten Rollen
wie Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief (1997).
Derzeit steht der Jubilar als „Schlomo Herzl“ vor der Kamera. Zusammen
mit Schauspielerkollege Tom Schilling drehen beide unter der Regie des
Schweizers Urs Odermatt den Film „Mein Kampf“. Der soll im kommenden
Jahr in die Kinos kommen. Kommentar der Senderchefin von Georges
Heimatsender WDR: „Solche großartigen Schauspieler braucht das Land“,
erklärte die Intendantin in ihren Glückwünschen.






















