26. 05. 2012
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Stefan Raab zieht sich aus ESC zurück - NDR hält Tür offen
Der Kölner Entertainer, Musik- und Fernsehproduzent Stefan Raab (44) wird an der Suche nach den künftigen Kandidatinnen oder Kandidaten für die kommende Ausgabe des Eurovision Song Contest (ESC) nicht mehr direkt mitwirken. Das bestätigte der erfolgreiche Fernsehmacher gegenüber dem Branchendienst kress report. "Das Eurovision-Song-Contest-Finale 2011 in Deutschland war der absolute Höhepunkt meiner ESC-Karriere. Ich habe mich entschlossen, die künstlerische und inhaltliche Verantwortung für die deutsche Teilnahme weiterzugeben. Ich werde künftig also nicht mehr als Moderator, Juryvorsitzender, Komponist oder musikalischer Produzent mitwirken", erklärte Raab dem Mediendienst kress.
Raab war im vergangenen Jahr zum "kress-Kopf des Jahres" gekürt worden. In seinem Engagement zum ESC habe er nach vielen und langen Jahren musikalischer Misserfolge dem europäischen Sangeswettbewerb wieder neues Leben eingehaucht. Die Absage fällt dabei in eine Zeit, in der Medien über die Verhandlungen zur Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen dem federführenden Norddeutschen Rundfunk (NDR) und der Produktionsfirma Brainpool TV, an der der 44-jährige Showmaster maßgeblich beteiligt ist, spekulierten. Ganz ausschließen wollte Raab eine weitere Zusammenarbeit aber nicht. Mit der Produktionsfirma Brainpool werde es Gespräche geben.
"Ich würde mich freuen, wenn das von uns entwickelte Fernsehformat 'Unser Star für...' auch weiterhin Grundlage für den deutschen Vorentscheid ist. Darüber werde ich in den nächsten Wochen mit den beiden Sendern ARD und ProSieben sprechen. Selbstverständlich werde ich die Idee des Eurovision Song Contest in meinen Sendungen auch zukünftig unterstützen und begleiten", gab sich Raab schlussendlich diplomatisch.
Auch der NDR äußerte sich vorsichtig optimistisch, dass Raab den Verantwortlichen des NDR auch weiterhin mit seinen Ideen und seinem Know-how zur Verfügung stehen wird. So äußerte etwa der Unterhaltungskoordinator der ARD, Thomas Schreiber: "Stefan Raab ist ein kluger Mann. Das Erfolgsformat 'Unser Star für...' kann mit einem neuen Jurypräsidenten weiterentwickelt werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn uns auch in Zukunft Stefan Raab mit seinem Rat, z. B. als Jurymitglied, unterstützt. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass sich Stefan Raab bei seinen Kollegen aus der deutschen Musikszene dafür einsetzen wird, dass sie den deutschen Beitrag zum ESC künftig auch inhaltlich verantwortlich mitgestalten."


























