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17. 04. 2014
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Wer ist der Neue bei Endemol Deutschland?


23.07.2008 22:00 von:


Nun scheinen nach Informationen des Branchendienstes kress report die Würfel gefallen zu sein. Marcus Wolter (40), derzeit noch Geschäftsführer beim TV-Sender 9Live, soll bereits zugesagt haben. Der Sender hatte in diesen Tagen offiziell bestätigt, dass Wolter als 9Live-Geschäftsführer mit Wirkung zum 30. September dieses Jahres aus dem Münchener Medienkonzern scheiden wird. Wolter wird damit voraussichtlich noch in diesem Jahr Nachfolger von Borris Brandt (47) werden. Allerdings sind die Verträge noch nicht unter Dach und Fach, wie kress report berichtet. Wolter selbst begann seine Karriere als Aufnahmeleiter beim Kölner Musiksender VIVA. Er gilt als Entdecker von Stefan Raab, seit er damals die Sendeformate „Vivasion“ und „TV Total“ maßgeblich mitentwickelte. Seine Idee eines Arbeitslosenformats, bei der sich Arbeitssuchende via Anruf um einen Arbeitsplatz bewerben konnten, konnte sich in Deutschland nicht durchsetzen. Wolter hatte die Idee aus dem argentinischen Fernsehen für den deutschen TV-Markt adaptiert. Auch im Musikgeschäft ist Wolter als Produzent aktiv (Seegang Media, Seegang Musik).

Die niederländische Muttergesellschaft hat sich mit Wolter zugleich einen Experten für das Geschäftsfeld Call-TV an Land gezogen. In den Niederlanden und anderen Märkten produziert Endemol schon seit Jahren diverse Formate und mit der neuen Geschäftsführung soll der Ausbau entsprechender Formate auch in Deutschland ausgebaut werden, mutmaßen Branchenkenner. Ursprünglich war auch eine Lösung mit branchenfremden Managern im Gespräch. Vorgänger Brandt hingegen trennte sich nach Auseinandersetzung mit den Finanzinvestoren, die die Aktienmehrheit am TV-Produzenten halten, über angeblich „überzogene Umsatz- und Ergebnisziele“. Von 75 bis 100 Millionen Euro Umsatz in Deutschland ist die Rede, ohne dass die deutsche Tochtergesellschaft bislang Umsatzzahlen genannt hatte. Mit der Ernennung des neuen CEO im Mutterunternehmen Ynon Kreiz eskalierte der Streit, Brandt musste gehen. Entsprechend den Vorgaben der Kapitalgeber will der neue Vorstand die Rendite des TV-Produzenten in den kommenden vier bis fünf Jahren verdoppeln. Brandt revanchierte sich mit einem Interview in einer großen deutschen Tageszeitung, in der er vor dem „Kaputtsparen“ der Produzenten warnte.

Weitere Hintergründe sind in der aktuellen Ausgabe des kress reports (Ausgabe 15/2008) abgedruckt. Das neue Heft erscheint am morgigen Freitag.







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