26. 05. 2012
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In Versmold steht die erste klimaneutrale Sendestation Deutschlands
Der in Düsseldorf ansässige Mobilfunkanbieter E-Plus hat in Versmold die erste klimaneutrale Sendestation eingerichtet und in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen am gestrigen Freitag bekannt gab, soll der Betrieb der Station energieautark und damit besonders ressourcenschonend sein. Die Einrichtung der neuen Sendestation erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Partner-Joint-Venture Nokia Siemens Networks. Der notwendige Strom für den Betrieb der Sendeanlage stammt nach Auskunft der Verantwortlichen aus Photovoltaik, Windkraft sowie einer Brennstoffzelle. Zukünftig soll die Abhängigkeit vom Stromnetz auch an anderen Standorten des Mobilfunkbetreibers reduziert werden. Vor allem der Netzbetrieb über diese Sendestationen macht den Löwenanteil (ca. 85 Prozent) des gesamten Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters aus. "Mit dem innovativen Energiekonzept werde nun gezeigt, wie diese zukünftig klimaneutral arbeiten könnten", so Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer der E-Plus Gruppe.
Das Herzstück seiner Stromversorgung bildet dabei der Nokia Siemens Networks Green Energy Controller, der die drei Energiequellen steuert und eine Fernwartung des Standortes ermöglicht. Die einzelnen Komponenten der Anlagen funktionieren wie folgt: Die Photovoltaik ist nicht wie gewöhnlich rein statisch montiert, sondern die Solarzellen folgen mit Hilfe eines Solar Tracking Systems automatisch dem Sonnenverlauf, wodurch eine höhere Effizienz erreicht werden kann, beschreibt der Anbieter seine Installation. Die Windenergie wird durch eine vertikale Windturbine auf der Spitze des Antennenmastes gewonnen. Dank einer mechanischen Anpassung vermeiden die Initiatoren sogar Beschwerden von besorgten Anwohnern, die eine Entstellung des Stadtbildes befürchten. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle kommt hingegen nur zum Einsatz, wenn die anderen alternativen Stromquellen nicht ausreichend Energie liefern, hieß es dazu abschließend.


























