26. 05. 2012
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In zwei Jahren kommt die Long-Term-Evolution
Nach Ansicht des in Köln ansässigen Internetverbandes eco wird die neue
Technik allerdings noch zwei bis drei Jahre brauchen, bis sie
marktfähig wird. Dies gab der Verband am gestrigen Dienstag in einer
Presseerklärung bekannt. Mithilfe der neuen Übertragungstechnik soll
dann auch der Datentransfer deutlich ausgebaut und flächendeckendes
IP-TV ermöglicht werden. LTE, so die Abkürzung der neuen Technologie,
würde damit bereits in absehbarer Zeit zum legitimen Nachfolger der
heutigen UMTS-Technik, so die Experten des Verbandes.
Die eigentlich vorgesehene WiMAX-Technologie gerät nach Meinung der
Verbandsexperten aber immer mehr ins Stocken. "Die Versteigerung der
WiMAX-Frequenzen liegt in Deutschland fast eineinhalb Jahre zurück und
es ist mittlerweile sehr ruhig um die vielversprechende Technologie
geworden. Es scheint fraglich, ob die Lizenzinhaber in Deutschland
ihren Ausbauverpflichtungen bis Ende 2009 werden nachkommen können“,
erklärte eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. Hingegen weist die
LTE-Technologie mehrere Vorteile auf, gerade im Hinblick auf die
begehrten mobilen Breitband-Services der Mobilfunk- und
Inhalteanbieter. Liegt das Transfervolumen bei UMTS-Technik bei derzeit
3,6 MB/sec., erhöht sich die Übertragungsrate bei LTE-Modellen auf bis
zu 17 MB/sec. Außerdem gehen die Kenner der Materie inzwischen davon
aus, dass LTE über geeignete Zwischentechniken auch die
kostengünstigere Alternative zu WiMAX ist. Die deutlich höheren
Übertragungsraten stellen die Anbieter solcher Technologien allerdings
auch vor erhöhte Anforderungen.
Inzwischen hat auch der Mobilfunkanbieter Vodafone die Einschätzung des
Verbandes geteilt. Deutschland biete sich sogar die Möglichkeit,
Vorreiter bei der Verbreitung der LTE-Technologie zu werden, meint Ralf
Klüber von Vodafone. "Die Bundesrepublik hat die größte
Breitbandabdeckung und die meisten Basisstationen in ganz Europa“,
erklärte der Experte. Ähnlich denkt auch Dr. Christoph Bach vom
schwedischen Mobilgerätehersteller Ericsson über diesen Trend. "Wir
haben Zahlen von Ovum vorliegen, nach denen es im Jahr 2012 mehr mobile
Breitbandanschlüsse als feste geben soll. Gründe dafür sind sicherlich
die weiterhin stark steigende Internetnutzung und fallende Preise. Wir
sollten in Deutschland über die Versteigerung möglicher Frequenzbänder
für LTE nachdenken", forderte Bach.

























