26. 05. 2012
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Internetverband kritisiert wahrscheinliche Lizenzvergabe an Konsortium Mobile 3.0
Ohne einen Beitrag der Mobilfunkindustrie wird es aber nicht gehen,
weiß Dr. Bettina Horster, Leiterin des eco-Arbeitskreises M-Commerce
und Vorstandsmitglied der Vivai AG. „Die Mobilfunkbetreiber sind
traditionell diejenigen, die neue Geräte subventionieren, auf den Markt
bringen und durch Werbung und Verkauf von Serviceleistungen
unterstützen müssen“, begründet Horster ihre Kritik.
Position der Mobilfunkunternehmen nicht aussichtslos
Trotz gegenteiliger Berichterstattung glaubt Horster für ihren Verband
an Möglichkeiten einer Beteiligung der Mobilfunkbranche. Sollten die
Konsortialpartner von Mobile 3.0 den Zuschlag erhalten und die
Mobilfunkbranche nicht miteinbeziehen, könnten juristische Maßnahme der
Mobilfunkbranche die Einführung der neuen Technologie verzögern, glaubt
Horster. Da der Markt noch nicht wirklich entwickelt ist, glauben die
vom eco-Verband befragten Vereinsmitglieder nicht daran, dass die
Mobilfunkbetreiber große Umsatzeinbußen im Falle einer
Nichtberücksichtigung stemmen müssen.
In einer parallel dazu durchgeführten Expertenbefragung (84 Experten)
insgesamt äußerten sich die Marktteilnehmer skeptisch in Sachen
flächendeckender Versorgung. Nur knapp ein Viertel der Marktexperten
schätzen, dass bis 2012 zwischen zehn und 15 Millionen Menschen
regelmäßig Fernsehprogramme auf ihrem Handy empfangen können, 43
Prozent der Befragten hingegen sehen die Zahl der regelmäßigen Nutzer
bei unter fünf Millionen. In anderen Staaten – insbesondere Südkorea
und Japan – sei die Nutzung des Handys zum Konsum von Fernsehprogrammen
bereits wesentlich weiter fortgeschritten. In Deutschland sind vor
allem Sportberichte (14 Prozent der Nennungen), Kurznachrichten (13
Prozent) und Wetter- und Verkehrsinfos (je elf Prozent) beliebt.

























