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26. 05. 2012
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Medienforum NRW ganz im Zeichen der neuen Medien


26.05.2008 22:00 von:


Schon im Vorfeld haben Verbände, Unternehmen und nicht zuletzt die verantwortlichen Medienpolitiker aus den Reihen der Landesregierung ihre Schwerpunkte in der Öffentlichkeit verbreitet. Am gestrigen Montag war der Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW) an der Reihe. Der ist als fester Partner des Forums ganz nah an seiner eigenen Klientel und will seinen Schwerpunkt vor allem auf das Web 2.0 und das Mobile Business konzentrieren. Am dritten Tag der Veranstaltung (11. Juni 2008) soll ein so genannter „Konvergenzkongress“ stattfinden, der sich vor allem den genannten Themen widmen soll. Mit Web 2.0 verbinden die meisten vor allem „User generated content“ und eine veränderte Mediennutzung. Doch das ist nach Ansicht des BVDW nur die halbe Wahrheit.

So beeinflussen die vom Nutzer generierten Inhalte nicht nur die über das Internet bereitgestellten Inhalte, sie haben darüber hinaus massive Rückwirkungen auf die Suchdienste. Wie sich mit Hilfe von Blogs die Platzierungen in den gängigen Suchmaschinen positiv beeinflussen lassen, ist längst kein Insiderwissen mehr. Wie relevant sind aber dann die Trefferlisten der Suchmaschinen im Web 2.0-Zeitalter noch? Liefern sie tatsächlich die immer stärker geforderte Relevanz oder werden sich künftig die neuen Dienste, die neben Algorithmen vor allem auf Userfeedbacks setzen, durchsetzen? Diesen Fragen nach der künftigen Orientierung im Web widmet sich ein eigenes Panel im Rahmen des Internationalen Konvergenzkongresses. Hochkarätiger Besuch hat sich bereits angekündigt. So  sollen dort neben Google-Europachef Philipp Schindler auch Tim Bartel, Country Manager des im vergangenen Jahr von Wikipedia-Erfinder Jimmy Wales ins Leben gerufenen Wikia Search-Projektes teilnehmen. Weitere Teilnehmer sind Yahoo! Deutschland-Geschäftsführer Terry von Bibra und Christian Clawien von Mr. Wong, Europas führendem Social Bookmarking-Portal. Moderiert wird die Runde von Spiegel Online-Redakteur Dr. Christian Stöcker.

Die anderen Seiten des Web 2.0

Auch die Gestaltung der Internetangebote wird zum Thema werden. „Wer hier in erster Linie an textlastige Blogs denkt, hat die wahren Veränderungen noch nicht mitbekommen“, so Dr. Gernot Gehrke, Geschäftsführer der für Konzeption und Organisation des medienforum.nrw zuständigen LfM Nova. „Während Microsofts Surface immer noch mehr oder weniger Zukunftsmusik ist, haben Widgets, Skype oder individuelle Webangebote wie Netvibes die Nutzeroberflächen von Webangeboten bereits stark verändert“, wissen Branchenkenner. Ob es sich dabei um einen vorübergehenden Trend handelt oder ob die neuen Ansätze mittelfristig zu einem browserfreien Internet und komplett umgestalteten online-basierten Angeboten führen, ist Thema des Panels „Interaktionsgestaltung im Web 2.0“. Auch hierzu haben sich Experten aus großen Unternehmen sowie Blog-Betreiber angemeldet. Zuletzt wird auch das mobile Internet behandelt. Dass Themen wie Usability und mobiles Surfen im Internet auch in der Mobilfunkbranche längst angekommen sind, wissen seit der Einführung des iPhones in Deutschland nicht nur die Experten. „Längst bringen sich die Teilnehmer des Ökosystems Mobile Internet in Stellung und rüsten auf“, weiß Mark Wächter, Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW und Organisator des 3. Mobile Media Summit beim medienforum.nrw. „Dabei werden tradierte Geschäftsmodelle in Frage gestellt und vormals eng definierte Kompetenzfelder radikal überschritten“, so die Einschätzung von Marktkennern Handyhersteller steigen in den Vertrieb von Mobile Content und Location Based Services ein, Webanbieter bauen an Betriebssystemen für mobile Endgeräte. Zugleich müssen auch die bereits bestehenden Medienkonzern als Inhalteanbieter auf die Herausforderungen des Mobile Business reagieren. Auch dieses Panel verspricht spannend zu werden.

Speziell für die Mobilbranche finden am 11. Juni der 3. Mobile Media Summit statt. Dort sollen kritische Fragen nach den Perspektiven der Wertschöpfungskette gestellt und die enormen Wachstumspotenziale aufgezeigt werden. In der begleitenden Mobile Plaza werden parallel zu den verschiedenen Panels exemplarische Mobile Internet Anwendungen vorgestellt. Im Anschluss an die Pflichtveranstaltung für die Mobile Branche verleihen medienforum.nrw und die ifs internationale filmschule köln zum zweiten Mal den made for mobile AWARD. Hier werden Beiträge in den Kategorien „Mobile Internet“, „Mobile Campaign“ und „Mobile Video“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum 20. medienforum.nrw unter www.medienforum.nrw.de.







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