Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





26. 05. 2012
Seite drucken

MFD stellt Sendebetrieb für Handy TV-Watcha ein


06.05.2008 22:00 von:


Wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch bekannt gab, habe man die Entscheidung in Abstimmung mit den Vertriebspartnern debitel, Mobilcom und simply getroffen. Die Vertriebspartner hatten bereits im Vorfeld Kunden dieses Dienstes über die geplante Einstellung informiert. Der Rückzug des Kölner Anbieters aus Fernsehangeboten über den Übertragungsstandard DMB hatte sich bereits in den Monaten zuvor abgezeichnet. Bereits im März dieses Jahres hatte MFD eigenen Angaben zufolge den Betrieb seiner DMB-Angebote in Nürnberg, Hamburg und München „zurückgefahren“. Auch die Vertriebspartner hatten ihre Bemühungen in diesem Geschäftsfeld eingestellt, hieß es dazu weiter. Konkreter Anlass für die nun erfolgte Entscheidung sei aber ein anderer gewesen, wie die Verantwortlichen des Kölner Anbieters betonten. Der eigentliche Grund für den Komplettrückzug sei die Forderung der Landesmedienanstalten gewesen. Die hatten die Rückgabe der Frequenzen gefordert. Die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten widersprach allerdings dieser Darstellung. Der Rückzug des Unternehmens sei freiwillig erfolgt, eine Frist vonseiten der Landesmedienanstalten habe es nicht gegeben, ließ ein Sprecher verkünden.

Aus dem Geschäftsfeld „mobiles Fernsehen“ werde man sich allerdings keinesfalls zurückziehen. MFD vollziehe mit dieser Entscheidung eigentlich nur die "strategische Neuausrichtung" zum Standard DVB-H. Die Kölner Handy-TV-Anbieter ist auch an dem Konsortium Mobile 3.0 beteiligt, das hierzulande den Sendebetrieb über DVB-H bis zum Start der Fußball-Europameisterschaft im Juni aufnehmen soll. Dieser Übertragungsstandard wird auch von der EU-Kommission offiziell unterstützt, Experten rechnen daher mit höheren Erfolgsaussichten für die Vermarktung des mobilen Fernsehen in Deutschland. Ob sich das Geschäftsmodell allerdings tatsächlich durchsetzen wird, steht selbst bei Branchenexperten aus der Mobilfunkwirtschaft noch keineswegs fest. Insbesondere auf Kundenseite gebe es noch erhebliche Vorbehalte gegen Fernsehen über Handy.

Ein weiterer möglicher Knackpunkt ist der zweite Übertragungsstandard DVB-T, für den in jüngster Zeit Handys mit kostenlosem Empfang in den Markt gekommen sind. Doch die Betrieber der Plattform Mobile 3.0 sehen hier keine Gefahr, da beide Sendeformate inhaltlich und technisch aufeinander zugeschnitten seien. Die Vorteile des Standards DVB-H liegen unter anderem in der Möglichkeit, interaktive Angebote einzusetzen. Diese Möglichkeit gebe es im DVB-T-Format nicht. Über die Zahl der inzwischen angeschlossenen Handy-TV-Kunden gibt es zudem keine offiziellen Zahlen. Experten sprechen aber von gerade einmal 10.000 zahlenden Kunden.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse