26. 05. 2012
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Mit Smartphone die Kunst erkunden
(js) Sie besuchen gerade die Lichtenstein-Ausstellung im Museum Ludwig und wollen mehr zu einem Bild des Pop-Artisten wissen? Es ist keiner in der Nähe, den sie Fragen können? Kein Problem – vorausgesetzt, Sie haben ein Smartphone, Marke egal, zur Hand. Wählen Sie "www.museum-ludwig.org" und Sie landen bei "Poptalk". Jetzt können Sie Ihre Fragen stellen. Zeitnah erhalten Sie fachkundige Antwort von der Kunsthistorikerin Jana Kimmel-Schlott. Wahlweise auf Deutsch oder Englisch. Sie können sich aber auch über zehn ausgewählte Lichtenstein-Bilder informieren und mehr über den Künstler erfahren. Oder mit anderen Kunstfreunden Ihre Gedanken austauschen.
Mit dieser neuen interaktiven Führung will das Museum neue, jüngere Besucherschichten anlocken, Menschen, für die Smartphones Alltag ist, die in Twitter und Facebook zu Hause sind, für die Web 2.0 kein Fremdwort ist. Ausgedacht hat sich "Poptalk" René Siem, das Projekt war seine Bachelor-Arbeit für Mediendesign an der FH Köln. Der Name seiner Abschlussarbeit klint etwas sperrig: "Konzeption eines Ausstellungsdesigns mit interaktiven Medien". Technisch umgesetzt wurde es vom "Atelier für Mediengestaltung". Ein Projekt, das sonst "einen unteren fünfstelligen Betrag" kostet, so Firmenchef Frank Günther, hier aber durch Sponsoring und Fundraising finanziert wurde. Und sicher bald auch Geld bringt, schließlich will man es auch anderen Museen für andere Ausstellungen anbieten. Noch ist das für die Nutzer kostenlose Angebot auf diese Ausstellung beschränkt. Und noch ist es weltweit einzigartig.
"Durch die Umsetzung als webbasierte Applikation, die auf sämtlichen mobilen Plattformen verfügbar ist, wird der zunehmend mobilen Nutzung des Internets sowie der Möglichkeit der Verwendung der Applikation direkt im Museum Rechnung getragen. Die Adaption künftiger mobiler Endgeräte wird durch die Verwendung von aktuellen und offenen Webstandards problemlos ermöglicht", versprechen die Verantwortlichen. Außerdem ist das alles auch am heimischen PC mit Internetanschluss nutzbar. Noch überwiegen die Zugriffe auf den Audioguide und den "Hypertext" über Lichtenstein, so Günther. Der Gedankenaustausch mit anderen Kunstfreunden über Twitter oder Nachfragen an die Kunsthistorikern machen etwa 25 Prozent aus.

























