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26. 05. 2012
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Mobile Web Watch 2011: Computing setzt sich immer mehr durch


01.08.2011 23:20 von:

Schlagwörter: Köln,Accenture,Studie,Mobile Web Watch 2011,Smartphone,Tablet-PC,Internet,Zugang

Mit dem Smartphone mal eben ins Internet. Für immer mehr Deutsche gehört ddas zum Alltag, bestätigt eine aktuelle Studie. Bild: www.pixelio.de/F. Gopp

Die Zahl der mobilen Internetnutzer liegt derzeit bei rund 14 Millionen. Das ist eines der Ergebnisse der jüngsten Accenture-Studie "Mobile Web Watch 2011", die am heutigen Montagmorgen veröffentlicht wurde. Die Auswirkungen lassen sich zwar noch nicht zur Gänze abschätzen, betreffen aber nach Meinung der Studienautoren nahezu jede Branche. In den zurückliegenden Monaten hat sich so etwas wie eine "Evolution des mobilen Webs bei Geräten, Diensten und Anwendern" weiter entwickelt. Gegenüber 2008 bedeutet das eine Beinahe-Verfünffachung, damals waren es gerade drei Millionen Nutzerinnen und Nutzer, die mit ihrem "Handy" im World Wide Web gesurft haben. Rund die Hälfte aller Nutzer klickt via Smartphone auf soziale Netzwerkseiten, fast ein Drittel (31 Prozent) geht "mobil" einkaufen, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

"Was mit Internetnutzung per Handy angefangen hat, ist zum umfassenden Mobile Computing geworden. Das ist eine der wichtigsten industriellen Entwicklungen dieses und des nächsten Jahrzehnts", erklärte Prof. Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture und Leiter der Studie. Veränderung und Anpassung auf drei Ebenen prägen die Evolution von mobilem Internet zu mobilem Computing, so die Studie "Mobile Web Watch", die 2011 im vierten Jahr in Folge erscheint. Mit den neuen Smartphones und Tablet-PCs und der dort integrierten, intuitiven Nutzerführung wird das Surfen im Internet zu einem Massenphänomen, längst hat der Markt die kritische Marke erreicht.

Auch aufseiten der Inhalte-Anbieter und Dienste bietet sich ein Bild des Überflusses. Mit weit über zwei Millionen Anwendungsprogramme für das iPhone liegt der US-Anbieter Appe an der Spitze, aber auch Android zieht kräftig nach. Was für Jugendliche und junge Erwachsene heute selbstverständlich ist, gehört auch für immer mehr "Ältere" inzwischen zum Alltag.

Wer profitiert? - Eine "Sturmwarnung"

"Die Telekommunikationsunternehmen haben die Netzkompetenz und besitzen eine unvorstellbare Menge an Daten über ihre Kunden. Das sind beste Voraussetzungen, um neue Services zu entwickeln, die von Kunden genutzt werden. Doch der Prozess, diese Daten sinnvoller zu analysieren, läuft noch schleppend", sagt Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch, Partnerin bei Accenture und Co-Autorin der Studie. Eine zielgenaue Analyse von Netzdaten, Kundendienst-Informationen und Abrechnungsdaten könnte in nicht allzu ferner Zukunft "ein Bild des digitalen Verbrauchers zeichnen und daraus marktfähige, kundenspezifische Angebote entwickeln", wie die Unternehmensberaterin meint. Allerdings gibt es nicht wenige, die genau das kritisieren und den Datenschutz sowie das Recht auf informelle Selbstbestimmung bemühen.

Doch Telekommunikationsunternehmen sind nicht einzigen, die von der Technologie des "mobilen Internets" profitieren werden. Die Auswirkungen werden tief in verschiedene Bereiche der Wirtschaft hineinreichen. Neben der Veränderung von Arbeitsweisen und Prozessabläufen. Dieser Fortschritt sei vergleichbar mit der Einführung des Computers und dem Siegeszug des Internets, wie die Autoren weiter ausführten. Das sei so etwas wie eine "Sturmwarnung". Allerdings könne man den Zwang zum Handeln auch mit der Metapher der "Pistole auf der Brust" vergleichen. Tatsächlich hat sich das mobile Internet im Laufe dieses Jahres bereits rasant entwickelt. Überraschend hoch ist der Anteil derjenigen, die mit der Einhaltung des Kostenrahmens für mobiles Internet zufrieden sind (83 Prozent).

Immerhin rund die Hälfte befürchtet negative Konsequenzen seiner "Mobileness". Allerdings hat sich demgegenüber der Anteil der mobilen Internetnutzer, die über Smartphone oder Tablet-PC Bankgeschäfte erledigt von zwölf auf 28 Prozent erhöht. Geradezu explodiert ist der Anteil der 14- bis 19-jährigen Internetnutzer, die mobil ins Internet gehen. War es im vergangenen Jahr nur jede Zehnte, der für einen Internetzugang ein mobiles Endgerät bemühte, ist es nun mehr als jeder Dritte (35 Prozent). Zwei Drittel dieser mobilen Internetnutzer machen es inzwischen täglich und öfter. Im vergangenen Jahr waren es weniger als die Hälfte (43 Prozent).</p< <p> An der Untersuchung nahmen etwa 3000 zufällig ausgesuchte Internetnutzer teil. Durchgeführt wurde die Umfrag vom Marktforschungsinstitut Forsa. Die Studie gibt es auch als kostenfreien Download unter: www.accenture.com.







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