26. 05. 2012
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NetCologne macht Taxi zum Internet-Hotspot
Der stadtnahe Telekommunikationsdienstleister NetCologne GmbH bietet ab sofort einen neune Service. "Mobile Hotspot Taxi", so der Name des Angebots, mit dem sich die Verantwortlichen einen deutlichen Schub beim Kundenservice versprechen. Am gestrigen Montag stellte das Unternehmen den neuen Service vor seiner Zentrale in Köln-Ossendorf in einem Pressegespräch vor. Besitzer von W-Lan-fähigen Endgeräten können damit ab sofort kostenlos ins Internet gehen. Ermöglicht wird das durch den Einsatz der CDMA-Mobilfunk-Technologie, das im gesamten Stadtgebiet den drahtlosen Zugang zum World Wide Web gewährleisten soll. Mit entsprechender Ausrüstung sind einige Taxis darüber hinaus sogar in der Lage, eine 2-Mbit-Highspeed-Übertragung zu ermöglichen. Auch dieser Service ist stadtweit verfügbar und darüber hinaus für die Taxikunden ohne Zusatzkosten, wie das Unternehmen versicherte.
"Ein vergleichbares Angebot gibt es zurzeit in ganz Deutschland nicht", erklärte der Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter, Werner Hanf, bei der Vorstellung am gestrigen Montag. Zentrales Element ist ein so genannter CDMA-Router, der in die Taxis eingebaut wird. Diese Technologie ist vor allem für die mobilen Endgeräte der Sorte Smartphones, aber auch für PDAs, Laptops, iPads oder iPhones geeignet. Die fahrenden Hotspotes können so insbesondere von Geschäftsleuten auf dem Weg vom Flughafen oder Bahnhof zu ihren Kölner Bestimmungsorten aktuelle Nachrichten lesen, E-Mails empfangen und verschicken oder mal kurz in den Internet-Chat gehen. Auch für die Taxiunternehmen soll sich der neue Service auszahlen. "Kölner Taxis gehen mit der Zeit", erläuterte der Vorstand des Kölner Taxi-Rufs, Bernd Schößler. Zu erkennen sind die fahrenden Hotspots an einem Aufkleber mit dem Namen "Mobile SpeedNet an Bord". Aber nicht nur die Gäste haben etwas davon. Auch Taxifahrer, die auf Kundschaft warten, können sich zukünftig die Zeit mit einem Abstecher in das Internet verkürzen. Auch hier wird das Internet immer wichtiger, weiß Taxi-Vorstand Schößler.
Das Projekt startete im Mai dieses Jahres als Pilotvorhaben, die ersten Erfahrungen sind überwiegend positiv. Ziel ist eine größtmögliche Versorgung der rund 1200 Kölner Taxen mit mobilen Internetzugängen. 21 Funkstationen, die über das Stadtgebiet verteilt sind, sollen eine lücken- und störungsfreie Übertragung der Datensignale sichern. Die Kosten liegen pro Taxi bei 14,90 Euro netto pro Monat. Für den Kauf eines entsprechenden Routers fallen einmalige Kosten in Höhe von knapp 100 Euro an. Für 8,31 netto im Monat gibt es außerdem den "Mobile SpeedNet Stick zum privaten Gebrauch. Das entsprechende Modem ist bereits für knapp 50 Euro erhältlich. Die Übertragung sollen abhörsicher sein, die Übertragung des CDMA-Signals liegt im Frequenzbereich von 450MHz.

























