26. 05. 2012
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TÜV Rheinland bietet Hilfe bei sicheren Mobilfunkgeräten an
Immer mehr Unternehmen setzen auf mobilen Datenverkehr und die damit verbundene Erhöhung der Mobilität. Aber die höhere Mobilität und die bequemere Datenübertragung hat auch Nachteile, die bisweilen gravierend sein können. Wie der Kölner Prüfkonzern TÜV Rheinland AG am gestrigen Donnerstag mitteilte, gibt es aber Abhilfe. Dafür aber müssen manche Unternehmen Investitionen in ein zentrales Management-System unternehmen, damit auch sie die Vorteile des mobilen Datenverkehrs nutzen können, ohne durch die Nachteile durch unauthorisierten Zugang oder gar Datenklaun und Manipulation geschädigt zu werden. Diese Überlegungen werden schon deshalb notwendig, weil in immer mehr Unternehmen Smartphones oder Tabloid-PCs zum Instrumentatrium der betriebsinternen Kommunikation werden.
Die Notwendigkeit, die eigenen Datensicherheit zum Thema zu machen, ist alleine schon aufgrund der derzeitigen Marktentwicklung gegeben. So stieg der Markt für Smartphone im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sage und schreibe 80 Prozent an. Die kleinen tragbaren Mini-Computer und ihre etwas größeren Brüder im Tabloid-Format gehören damit immer häufiger zum gelebten Alltag in Unternehmen. Geschäftsleute, die beruflich bedingt häufig den Standort wechseln müssen, wollen von unterwegs aus nicht vom Datenverkehr abgekoppelt sein. "Aus Datenschutz-Sicht ist das problematisch. Wenn jeder Mitarbeiter mit seinem 'mobile device' unkontrolliert auf Firmendaten zugreifen kann oder seine E-Mails synchronisiert, können Daten schnell ungewollt das Unternehmen verlassen", erläutertte Thomas Laubrock, Leiter Produktmanagement im Bereich Informationssicherheit bei TÜV Rheinland., die Problematik.
Viele Unternehmen haben demnach inzwischen den Überblick darüber verloren, welche ihrer Mitarbeiter mit welchen Geräten auf welche Daten zugreifen. Das resultiert in einem zunehmenden Kontrollverlust und damit einer Reduzierung der Sicherheit gerade auch bei sensiblen Unternehmensdaten. Möglichen Spionen wird das Abschöpfen von Fimengeheimnissen so unnötig einfach gemacht. Abhilfe schaffen hier zentrale Datenmanagement-Systeme für Mobilfunkgeräte, so die Empfehlung der Kölner Prüfprofis. Auch der Kölner Prüfkontern kann hier konkrete Hilfe anbieten. Erst kürzlich habe man ein Kooperationsabkommen mit dem US-amerikanischen Softwarehersteller Mobilelron abgeschlossen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien hat sich auf Technologien zur sicheren Verwaltung von mobilen Geräten in Unternehmen spezialisiert. Die Lösung der oben genannten Proleme heißt „Mobile Device Management“ oder kurz MDM. Das Programm wacht dabei von zentraler Stelle aus über alle iPhones, "Androids" oder andere Smartphones der Mitarbeiter - und weiß bis hin zur Telefonnummer, welches Gerät wem gehört. Die Software funktioniert wie eine virtuelle Barriere, die nur registrierte und autorisierte Geräte passieren lässt. Nicht authorisierte Geräte werden abgewiesen und erhalten so keinen Zugang mehr zu sensiblen Datenbereichen, wie die Experten ausführten.
Ein weiterer Vorteil dieses Systems liegt nach Angaben des Co-Initiators TÜV in einem so genannten "Self Service"-Portal. Das ermöglicht es Anwendern, ihre neuen Endgeräte mittels Passwort selbst registrieren können. "Einfacher lässt sich eine schnell wachsende Anzahl an Geräten im Unternehmen kaum administrieren", erklärt der IT-Sicherheitsexperte. So reduziert die Software den Verwaltungsaufwand für die IT-Abteilung. Das Programm bietet auch die Möglichkeit, eine Art firmeninternen "App Store" einzurichten, der verschiedene Applikationen zum Download anbietet. "Firmeninterne Apps müssen so nicht öffentlich zur Verfügung gestellt werden", so Laubrock. Auch bei einem möglichen Verlust der Endgeräte bietet dieses System zusätzliche Sicherheit. Mittels eines so genannten „Kill-Pill“, einem speziellen Signal, werden alle auf dem Gerät gespeicherten Daten gelöscht. Auch das kann individuell angepasst werden, die jeweiligen Administratoren entscheiden, welche Daten als sensibel gelten und welche nicht, so der Kölner Prüfkonzern abschließend.

























