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26. 05. 2012
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Vorschau M-Commerce: 2008 wird das Jahr der Suchmaschinenbetreiber


25.09.2007 22:00 von:


In seiner aktuellen Marktbefragung fand der Verband heraus, dass Suchmaschinenbetreiber wie Google die größten Gewinner auf dem Mobilfunkmarkt einstreichen werden. Speziell die jederzeit und an jedem Ort serienmäßig via Handy verfügbaren Suchmaschinen werden einen Boom erleben. Zumindest ist das die Ansicht vieler Experten, wie der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft am Mittwoch erklärte. 80 Experten wurden vom Verband befragt, jeder Vierte glaubt, dass die Suchmaschinenbetreiber 2008 nach den Mobilfunkbetreibern die größten Gewinne beim Mobile Internet einstreichen werden. "Es wird spannend, wie die zukünftige Rollenverteilung der Mobilfunker und der Suchmaschinen sein wird. Die Suchmaschinen übertragen ihr werbebasiertes ISP-Geschäftsmodell auf das Handy, während die Betreiber nicht nur für die Infrastruktur sorgen, sondern auch die Endgeräte subventionieren. Da besteht schon ein großer Unterschied, denn die ISPs finanzieren keine PCs", betonte Dr. Bettina Horster, Vorstand der VIVAI AG und Leiterin des Arbeitskreises M-Commerce bei eco.

Google profitiert von Marktmacht, Yahoo besticht mit Funktionalität

Den größten Teil des Kuchens mit dem Mobile Internet und davon sind sechzig Prozent der Experten überzeugt, wird sich Google einverleiben mit weitem Abstand vor seinen Konkurrenten. Auf Platz zwei folgen mit sehr großem Abstand Communities wie YouTube, flickr oder My Space (13 Prozent). Neun Prozent entschieden sich für die Mobilfunkbetreiber, lediglich fünf Prozent der Stimmen entfielen auf so prominente Marktteilnehmer wie eBay oder Microsoft. Jeweils vier Prozent konnten Amazon und Yahoo! für sich verbuchen. Die große Spanne zwischen Google und Yahoo kommt für die Expertin eigentlich überraschend. "Google überträgt bisher nur das Konzept aus dem Internet 1:1 auf das Handy. Yahoo dagegen bietet schon eine mobile Optimierung auf wenige, dafür aber relevante Treffer an", so die eco-Expertin "Will der mobile Nutzer etwas über Las Vegas wissen und gibt diesen Suchbegriff ein, erhält er bei Yahoo! z.B. keine Hinweise zum Kinofilm ‚Leaving Las Vegas", sondern bekommt nur nützliche Informationen zum Wetter und aktuellen Veranstaltungen oder Gastronomie- und Hoteltipps - eben das, wonach er auch tatsächlich sucht", beschreibt Horster den Ansatz von Yahoo. Trotzdem werde Google eine wichtige Rolle auf diesem Markt spielen, alleine schon wegen seiner Größe. Experten betonen jedoch, dass das Geschäftsmodell nur dann ein Erfolg werde, wenn die Suchmaschine bereits auf dem Handy vorkonfiguriert ist. Nach Einschätzung der Befragten haben dies die Anbieter schon begriffen: 53 Prozent glauben, dass die Mobilfunkbetreiber die Handys mit der entsprechenden Konfiguration ausliefern, 19 Prozent denken, dass die Hersteller die Voreinstellung übernehmen.

Kräftemessen zwischen Mobilfunkbetreibern und Suchmaschinen

Spannend bleibt 2008 das Kräftemessen zwischen den Mobilfunkbetreibern und Unternehmen wie Google und Yahoo. Letztere werden auch in Zukunft ihre "Huckepack"-Taktik weiter verfolgen und ihr ISP-Modell aus dem Internet auch im mobilen Sektor verwenden. Kopfschmerzen bereitet Anbietern wie Vodafone, T-Mobile, O2 oder E-Plus, dass sich die Suchmaschinenbetreiber sich nicht an der Subventionierung der Infrastruktur und der Endgeräte beteiligen. Den Mobilfunkanbietern hingegen gehen die Umsätze auf den Handy-Display verloren und ihr Zugriff auf ihre Kunden wird erschwert, weil diese nicht mehr auf den "hauseigenen" und ziemlich erfolglosen Portalen nutzen wollen. Vorläufig gehen Experten aber davon aus, dass die Großen der Mobilfunkbranche vorerst diese Entwicklung mitmachen werden. Auch Horster geht davon aus, dass von einem Ende der starken Position der Mobilfunkbetreiber keine Rede sei.

Das Bedürfnis nach mehr Individualität - und Web 2.0 muss noch warten

Das Handy wird zudem immer stärker personalisiert und auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Inhabers zugeschnitten werden. "In der Gunst der Verbraucher wird neben dem "Mobile Web" vor allem die Verwendung als persönliches mobiles Büro mit E-Mail-, Kalender- und Kontaktfunktionen sowie die Nutzung als moderne Musikbox steigen", berichtet Horster. Auch was die Inhalte betrifft, die eine Suchmaschine bieten muss, stehen nach Meinung der Experten ortsabhängige (32 Prozent) und personalisierte Daten (30 Prozent) ganz oben. 17 Prozent meinen, dass auch Bilder und Karten im Angebot sein sollten. Weniger erfolgreich werden die Aussichten für Veranstaltungshinweise, Werbung und Einkaufsvorschläge eingeschätzt. eco wollte außerdem wissen, inwiefern sich im Laufe des kommenden Jahres die verschiedenen Web 2.0-Funktionalitäten auf dem mobilen Endgerät durchsetzen werden. Eine deutliche Mehrheit der befragten Branchenkenner ist diesbezüglich der Meinung, dass die Nutzung der Möglichkeiten von Web 2.0 vorerst noch einer kleinen Gruppe besonders progressiver Nutzer vorbehalten bleibt und sich erst ab 2010 zu einer Anwendung für die breite Masse entwickeln wird. Die Internet-Expertin ist dennoch überzeugt: "Das Handy wird schrittweise den Wandel des Verbrauchers vom passiven Konsumenten zum aktiven Nutzer vollziehen - auch wenn die ein oder andere Anwendung mehr Zeit braucht, um die volle Akzeptanz der Menschen zu erreichen“, so Horster abschließend.







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