26. 05. 2012
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DuMont-Verlag: Einige Internetinhalte könnten kostenpflichtig werden.
Schon seit Monaten gibt es die Forderung, zukünftig nicht mehr alle Informationen kostenfrei im Internet zur Verfügung zu stellen. Vor allem Tageszeitungen sind von der zunehmenden Verlagerung von Werbebudgets aus die Internetseiten betroffen. Unterdessen bröckelt das Kerngeschäft mit dem Verkauf der Printwerke. Internetplattformen wie Immobilienscout, Mobile.de oder Jobscout24 knabbern am Geschäft mit den Inseraten. Zwar hat auch der Kölner Medienkonzern inzwischen mit seinen Beteiligung längst weitere Standbeine aufgebaut. Nun wollen die Verantwortlichen aber auch der "Kostenlos"-Mentalität des Internets Einhalt gebieten. Eine Vermarktungsplattform soll die investigativen Reportagen der Mediengruppe vermarkten, hieß es dazu in den Medien.
In einem Beitrag der Berliner Zeitung erläuterte Vorstandsmitglied Konstantin Neven DuMon, dass die Redaktionen seines Medienhauses zukünftig vermehrt investigative Berichte veröffentlichen wollen, der Anteil dieser Beiträge soll in den kommenden Monaten deutlich erhöht werden. Zugleich geraten Medienunternehmen im "Zeitalter der Digitalisierung" zunehmend zwischen "die Fronten eines wachsenden Kostendrucks und der Jagd nach Sensationen", so der Verleger. Das gelte auch für Kommunen, sogar eine Gefahr für den demokratischen Prozess der Meinungsbildung sei erkennbar. Neven DuMont forderte gemeinsame Lösungen von Politik, Netzbetreibern, Inhalteanbietern und Autoren.
Durch den Zukauf der Berliner Mediengruppe stieg das Kölner Verlagshaus zum drittgrößten Zeitungsverlag in Deutschland auf. Die Tagesauflage aller Publikationen in diesem Segment beläuft sich auf 1,3 Millionen. Neben den in Köln produzierten Titeln "Kölner Stadt-Anzeiger", "Kölnische Rundschau" und "Express" gehören unter anderem auch die Mitteldeutsche Zeitung, die Berliner Zeitung sowie die Frankfurter Rundschau zum Konzern.

























