26. 05. 2012
Seite drucken
Kartellamt gibt Grünes Licht für Verlagsübernahme
Aufatmen in der Zentrale des Kölner M. DuMont Schauberg-Konzerns. Das Bundeskartellamt hat wenige Wochen nach der Ankündigung der Kölner Verlagsgruppe die Übernahme des Berliner Verlags kartellrechtlich genehmigt. Zum Deutschland-Geschäft der britischen Mecom-Gruppe gehören unter anderem die Titel Berliner Zeitung, Berliner Kurier, die Hamburger Morgenpost, das Stadtmagazin Tip sowie die Internet-Nachrichtenseite Netzeitung.de.. Die Übernahme für einen Kaufpreis in Höhe von 152 Millionen Euro wurde Mitte Januar dieses Jahres bekannt gegeben.
Nach Ansicht des Kartellamtes führt der Kauf der Berliner Mediengruppe nicht zu einer marktbeherrschenden Stellung des Kölner Familienunternehmens. Das liege vor allem an den unterschiedlichen geografischen Schwerpunkten beider Verlagshäuser, hieß es dazu weiter. Auf den bisherigen Schwerpunktmärkten der DuMont Schauberg-Gruppe habe die Übernahme keine relevanten Auswirkungen und auch keine Überschneidungen, urteilten die Kartellwächter. Anders habe der Fall gelegen, als die Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe in den Jahren 2002 und 2004 gleich zwei Mal den Berliner Verlag übernehmen wollte. Wesentliches Argument damals war, das dem Stuttgarter Medienkonzern bereits der Tagesspiegel und das City-Magazin "Zitty" gehört. Der britische Investor Montgomery hatte daraufhin im Jahr 2005 den Berliner Verlag übernommen. Finanzierungsprobleme im Rahmen der beginnenden Wirtschaftskrise hatten zum Jahreswechsel dazu geführt, dass sich die britische Mediengruppe nach einem neuen Eigentümer für sein Deutschland-Geschäft umsehen musste. Der Kaufpreis wird nach Angaben des Verkäufers zur Schuldentilgung genutzt.

























