26. 05. 2012
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Tendenziell sinkender Einfluss von Verlagen im digitalen Zeitalter
Viele Verlagshäuser seien auf die Herausforderungen der digitalen
Wirtschaft nicht gerüstet, so eines der Ergebnisse der am Montag
vorgestellten Studie. Darin werteten die Autoren die Antworten einer
Umfrage unter rund 1200 Journalisten und Redakteuren verschiedener
Ressorts aus. So glaubten 36 Prozent an einen zurückgehenden Einfluss
von Verlagen auf die Medienbranche. Sieben Prozent gingen sogar noch
einen Schritt weiter und prophezeiten, dass Verlage gegen Webgiganten
wie Google „keine Chance“ haben. Mehr als die Hälfte der Befragten
äußerten sich skeptisch, ob Verlage ausreichend auf die digitale
Zukunft vorbereitet seien.
Fast ein Drittel (30 Prozent) der befragten Journalisten räumten ein,
dass Blogs oder Podcasts inzwischen eine hohe (25 Prozent) bzw. sehr
hohe (5 Prozent) Bedeutung für ihre Arbeit haben. Inhaltlich bleiben
die Journalisten eher skeptisch. Nur fünf Prozent nutzen Blogs zur
Themenfindung, lediglich drei Prozent werten Blogs als Quelle aus. 27
Prozent der Befragten gaben jedoch an, dass das Web 2.0 „eine gute
Möglichkeit“ sei, sich einen Überblick über das Stimmungsbild zu
machen, allerdings glauben genau so viele Redakteure, dass die
mangelhafte Glaubwürdigkeit von Blogs ein Risiko für die redaktionelle
Arbeit darstellt.
Die Tageszeitung wird nach Ansicht der von 46 Prozent Journalisten
weiterhin in Papierform erscheinen, deutlich weniger glauben an eine
rein digitale Zukunft des Mediums. Das „Phänomen Bürgerjournalismus“
ist nach Ansicht von immerhin 40 Prozent aller Befragten eine
Bereicherung des klassischen Journalismus. 15 Prozent sehen dies jedoch
als Bedrohung, hieß es dazu weiter.

























